Nicht nur Hamsterkrimis

Hündin Mathilde ist bei Agthes Streifzügen durch Hamburger Parks immer dabei. (Foto: pr)

Wahlhamburger: Autor und Regisseur Arend Agthe liebt sogar das Hamburger Wetter

Von Imke Staats

Manch kleiner Hamburger wird im Herbst des vergangenen Jahres bei dem Kinderkrimi „Rettet Raffi“ mitgefiebert haben. Darin sucht der kleine Sammy nach seinem aus Versehen entführten Hamster Raffi. Ein Urheber des mehrfach preisgekrönten Streifens sowie des zugehörigen Buches ist Arend Agthe, der sich bereits 1984 mit dem Kinderfilm „Flußfahrt mit Huhn“ einen Namen machte.
Den Erwachsenen ist dagegen vielleicht Agthes satirische Krimiserie „Adelheid und ihre Mörder“ mit Evelyn Hamann in Erinnerung. Agthes Spektrum ist breit, aber er hat ein Faible für Krimis mit Witz. Und eines für Hamburg, wo er auch wohnt.
Viele seiner Werke wurden auch hier gedreht: Der furchtlose Hamster Raffi wird über die Elbe und zurück bugsiert. Man sieht den Museumshafen Oevelgönne, das große Eurogate-Containerterminal, die Veddel, ein Haus in Groß Flottbek. Auch der Blick von der Köhlbrandbrücke auf die Elbe ist dabei, obwohl Dreharbeiten hier normalerweise nicht möglich sind. „Bei der Köhlbrandbrücke hatten wir Glück, denn sie war durch Bauarbeiten halbseitig gesperrt. Deshalb war es uns überhaupt möglich dort zu drehen“, erzählt Agthe.

Hauptdarsteller im Park gecastet

Privat mag Agthe Spaziergänge in den Parks der Elbvororte, vorzugsweise in Begleitung seiner Familie und seiner Hündin Mathilda. Er liebt vor allem die Rissener Heide und den Jenischpark mit den alten Bäumen. Auch seinen Hauptdarsteller in „Raffi“, Nicolaus von der Recke, der den Sammy spielt, entdeckte Agthe dort, nämlich im Westerpark am Quellental. Nachdem ihm der Junge durch seinen liebevollen Umgang mit Tieren aufgefallen war, lud er ihn zum Casting ein. Er setzte sich gegen alle Kandidaten durch.
Eigentlich stammt Agthe aus dem niedersächsischen Rastede im Ammerland. 1988 landete er beruflich in Hamburg und fühlte sich als Segelfan zwischen Nord-und Ostsee gut platziert. Privates und Arbeit binden ihn nach wie vor an diese Stadt. So soll es hier mit der „Raffi“-Story noch dieses Jahr weitergehen. Außerdem dem hält ihn die Frau seines Lebens seit 21 Jahren hier.
Den unvermeidlichen Begleiterscheinungen des Hamburger Daseins gegenüber ist er aufgeschlossen. „Ich mag das Hamburger Wetter, weil es abwechslungsreich ist“, sagt Agthe. Und selbst dem manchmal kühlen und zurückhaltenden Naturell der Hamburger gewinnt er Positives ab. „Dahinter steckt oft ein trockener Humor.“
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