New Yorker Künstlerin malt am Altonaer Elbufer

Arbeiten gemeinsam an einem Projekt: Kuratorin Dr. Elisabeth von Dücker und die Künstlerinnen Janet Braun-Reinitz sowie Hildegund Schuster (v.l.n.r.) Foto: ch (Foto: ch)

Künstlerin, Autorin und Bürgerrechtlerin Janet Braun-Reinitz arbeitet gemeinsam mit Hildegund Schuster am 15. Gemälde der FrauenFreiluftGalerie

Ein neues Werk der FrauenFreiluftGalerie Hamburg entsteht zurzeit im Durchgang zwischen der Seemannsmission und der Haifischbar an der großen Elbstraße 132. Dort arbeiten die Hamburger Malerin Hildegund Schuster und die New Yorker Künstlerin Janet Braun-Reinitz an zwei überdimensionalen Wandgemälden. Diese werden, wie die bisherigen Werke der Reihe, Motive aus dem Themenkomplex „Frauenarbeit im Hafen“ darstellen.
Zwei Hafenstädte, Hamburg und New York City, und die Rolle der Frauen im Hafen. Das werden die beiden Künstlerinnen in ihren Wandgemälden darstellen. Gemeinsam ist New York City und Hamburg eines: Der Hafen galt und gilt immer noch als Männerdomäne.
Zur FrauenFreiluftGalerie, 1994 gestartet, gehören inzwischen 15 Wandgemälde am Altonaer Hafenrand. Sie sollen die Augen öffnen für die Rolle, die Frauen in der Männerwelt „Hafen“ hatten und haben. Bis in die heutige Zeit ist es meist eine untergeordnete Rolle: Frauen schuften, Männer bestimmen. Langsam gelingt es Frauen, Fuß zu fassen, die Leiter nach oben zu erklimmen und die gläserne Decke zu durchstoßen.
Auch Frauen, die es in männerdominiertem Umfeld „geschafft“ haben, werden hier im Bild festgehalten. So wird ein Porträt von Rossana Rosado die Wandmalerei der New Yorkerin Janet Braun-Reinitz dominieren. Rosado ist die erste Latina, die an der Spitze einer großen amerikanischen Tageszeitung steht. Sie führt El Diario/El Prensa, die älteste spanischsprachige Tageszeitung der USA, und ist im Vorstand der New Yorker Hafenverwaltung.
Die bekannte amerikanische Künstlerin und Bürgerrechtlerin Janet Braun-Reinitz hat in den USA und international, unter anderem in Indien, Ghana, Nicaragua, und England sowie auf der Biennale in Venedig gearbeitet. Durch die Unterstützung des amerikanischen Generalkonsulats, das auch das Künstlerhonorar übernimmt, gelang es der Kuratorin der FrauenFreiluftGalerie, Dr. Elisabeth von Dücker, die renommierte Künstlerin nach Hamburg zu holen.
Im Gespräch mit dem Wochenblatt lobte Braun-Reinitz das Engagement ihrer Mitstreiterinnen und das Hamburger Wetter: „Das ist besser als sein Ruf“.

Infos:
Die öffentliche Vernissage des 15. Werks der FrauenFreiluftGalerie Hamburg ist für Freitag, 26. Juli, um 13 Uhr vorgesehen. Dr. Inmi Patterson, Generalkonsulin der USA in Hamburg, wird ein Grußwort sprechen.
Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler hat die Schirmherrschaft übernommen.
Das Projekt FrauenFreiluftGalerie Hamburg wird unterstützt von städtischen und privatwirtschaftlichen Sponsoren.
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