Nachbarn verhindern Neubau

Der Echternach-Glasbungalow gammelt vor sich hin. Der neue Besitzer will das Gebäude abreißen und neu bauen. Doch die Nachbarn klagen dagegen.

Appuhnstraße 3: Gelände und Haus verkommen – Eigentümer will neu bauen, Nachbarn klagen

Nienstedten - Hinter dem alten Lattenzaun ist der leer stehende Flachbungalow kaum zu erkennen. Er steht seit über vier Jahren leer. Nachbarn klagen gegen die Neubebauung des Grundstücks.
Der Hintergrund: In den 70iger Jahren ließ der CDU-Politiker Jürgen Echternach den Glasbungalow nach eigenen Plänen auf dem Parkgrundstück in der Appuhnstraße 3 errichten.
Nachdem der frühere Landesvorsitzende der Hamburger CDU (1974-1992) im April 2006 mit 68 Jahren verstarb, stand der Bungalow erst einmal leer, konnte dann aber verkauft werden.
Der neue Besitzer will den alten Bungalow, der nicht unter Denkmalschutz steht, abreißen und auf dem Grundstück ein Einfamilienhaus neu bauen. Er stellte also einen Antrag beim Bezirksamt. „Der erste Vorbescheidsantrag für eine Neubebauung des Grundstücks ist hier 2009 eingegangen“, erinnert sich Kerstin Godenschwege, Sprecherin des Bezirksamtes Altona. Die Stadt hat also nichts dagegen, wenn der Bungalow abgerissen und dort ein größerer Neubau hinkommt. Der würde auch ins Straßenbild passen, duckt sich doch der kleine Bungalow zwischen zwei prächtigen, zweigeschossigen alten Villen.
Doch die Nachbarn wollen die Neubebauung nicht. Sie legten durch einen Rechtsanwalt Widerspruch gegen die erteilte Genehmigung ein. „Ein Rechtsstreit hat keine aufschiebende Wirkung. Der Vorbescheidsantrag verliert nach drei Jahren seine Gültigkeit“, erklärt Robert Jarowoy (Die Linke), Vorsitzender des Bauausschusses.
Also stellte der Bungalowbesitzer erneut einen Antrag. Dieser wurde erneut genehmigt, doch ein Nachbar legte nochmals Widerspruch ein. „Insofern lässt sich auch nicht abschätzen, wann mit dem Baubeginn zu rechnen ist“, sagt Godenschwege.
Aufgrund des Rechtsstreits steht der Bungalow seit Jahren leer. Das Bezirksamt sieht keine Notwendigkeit, dagegen tätig zu werden. Im Gegenteil: „Die Eigentümer verfolgen sehr ernsthaft das Ziel, hier ein Einfamilienhaus errichten zu können“, so Godenschwege.
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