Nach dem Urlaub war der Schmuck weg

Absolute Vertrauensstellung: die Haushaltshilfe. (Foto: pr)

Wurde eine Blankeneser Familie von ihrer Haushaltshilfe bestohlen?

Blankenese - Eigentlich war Anna Z. (Name der Redaktion bekannt) im Internet auf der Suche nach ihrer alten Freundin. Dabei stieß sie auf die Daten einer Frau, die als Haushaltshilfe tätig war. „Kurzerhand engagierte ich die Frau“, erinnert sich Anna Z. Doch sie musste eine böse Überraschung erleben: Nach dem Urlaub fehlten Sachen im Haus. War die Haushaltsperle eine Diebin?
„Es fehlten Schmuck, Handtaschen aus Sondereditionen und Kinderkleidung. Alles Sachen, die gut zu verkaufen sind. Fernseher und Stereoanlage waren noch da. Zuerst dachten wir, wir hätten die Sachen verlegt. Denn es gab keine Einbruchspuren“, erinnert sich Anna Z.
Doch als nach und nach immer mehr im Haushalt fehlte, und sie auf dem Dachboden einen aufgebrochenen Koffer fand, wurde Anna Z. misstrauisch. Sie erstattete Anzeige – und machte sich
im Internet auf die Suche. „Ich fand meine Handtaschen. Die Polizei beschlagnahmte eine Handtasche, die andere war schon verkauft. Als der Händler die Frau beschrieb, die ihm die Taschen angeboten hatte, war klar: Es war unsere Haushaltshilfe.“ Auch der Schmuck tauchte bei einem Händler wieder auf, verkauft von Haushaltshilfe Edine Y. (Name der Redaktion bekannt).
Die Polizei durchsuchte daraufhin deren Wohnung. „Wir konnten keine Beweismittel sicherstellen“, so Andreas Schöpflin, Pressesprecher der Polizei. „Kein Wunder! Die Frau hatte ja auch genügend Zeit, die Sachen wegzuschaffen. Beim ihrem ers-ten Besuch klopfte die Polizei nur und ging dann wieder, ohne etwas zu tun“, so Anna Z. verbittert.
Am meisten nimmt die zweifache Mutter jedoch der Vertrauensbruch mit. „Unsere Haushaltshilfe hatte ab und an die Schlüssel zu unserem Haus, da sie gelegentlich die Kinder abholen musste. Sie muss ihn kopiert haben. Ich fühle mich, als sei ich einem Heiratsschwindler aufgesessen. Denn ich glaube nicht, dass ich die Einzige bin, die bestohlen wurde.“
„Die Frau ist zur Vernehmung vorgeladen“, so Andreas Schöpflin. Mehr möchte er nicht sagen. „Die Ermittlungen dauern an.“
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