Mitsprache bei Airbus

Im Nachbarschaftsbeirat Airbus werden auch zwei Elbvorortler angehören

von R. Schwarz und K. Istel, Blankenese
Die Flugzeuge werden zwar bei Airbus südlich der Elbe gebaut, aber sie starten und landen über den Hamburger Westen hinweg. Und die Lichter in den Hallen auf dem Erweiterungsgelände im Mühlenberger Loch strahlen weit über die Elbe hinweg in die Elbvororte hinein. Um Streitigkeiten mit Airbus möglichst erst gar nicht entstehen zu lassen, gibt es den Nachbarschaftsbeirat Airbus. Auch zwei Bewohner aus dem Hamburger Westen werden ihm angehören, um die Interessen der Elbvororte zu wahren.
Kürzlich rief das Bezirksamt Altonaer Bürger auf, sich für einen Sitz im Beirat zu bewerben. Mit Erfolg, verkündete Bezirksamtssprecherin Kerstin Godenschwege: „Das Ergebnis ist recht erfreulich: 15 Bewerber haben sich gemeldet, sieben davon sind in die nähere Auswahl gekommen.“
Wer dann tatsächlich im Nachbarschaftsbeirat sitzen wird, darüber wird der Umweltausschuss des Bezirks Altona entscheiden. Doch wie groß ist die Gruppe aus Altona, die dem Beirat angehört und welche Rechte hat er überhaupt? Experte auf diesem Gebiet ist Hartwig Behrens, Regionalbeauftragter für Finkenwerder. Behrens zufolge kommen aus den drei betroffenen Bezirken Altona, Mitte und Harburg je drei Vertreter in den Beirat: je eine Person aus der Kommunalpolitik sowie je zwei Abgesandte aus der Nachbarschaft.
„Insgesamt gehören dem Beirat 15 bis 20 Mitglieder an.“ Jeweils nach den Kommunalwahlen wird der Beirat neu besetzt, dem noch je ein Abgesandter aus den drei Bezirksämtern angehört. Hinzu kommen weitere Vertreter von Behörden und von Airbus.
Doch welche Befugnisse hat der Beirat? Eigentlich keine. Er dient eher der Kommunikation. „Es ist im Grunde ein informeller Gesprächskreis“, sagt Behrens. Anstehende Probleme werden nicht an die große Glocke gehängt, eher im Stillen geklärt. „Die Themen sollen auf dem kurzen Dienstweg angesprochen werden“, so Behrens. Airbus legt beispielsweise regelmäßig Lärmmessdaten oder allgemeine Planungen vor. Darüber gibt es überraschenderweise „relativ wenig Dissens im Beirat", so Behrens.
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