Livekonzert im Bauwagen

Im Gänsemarsch ins Mikro-Studio: Die Hamburger Band Narrenbart betritt den Bauwagen für ein Kurz-Konzert. Das Transparent mit dem Bandnamen gehört zur Inszenierung von „Bauwagenmusik“. Foto: rs

Rissenerin produziert im Vorgarten Musikvideos zum Nulltarif

Von Reinhard Schwarz. Eine ruhige Nebenstraße in Rissen: Musik ertönt aus einem Bauwagen auf einem Privatgrundstück. Es nieselt. Das grüne Gefährt ruckelt etwas, so dass man um die Stabilität des Wagens fürchten müsste. Doch hier wird keine Party gefeiert, vielmehr findet im Vorgarten von Sybille Langeloh ein Videodreh statt. Die Hamburger Band Narrenbart spielt live einige Stücke aus ihrem Programm. Sybille Langeloh und Christof Schepers nehmen alles mit ihrer Videokamera auf. Später können Musikinteressierte im Internet unter www.bauwagenmu sik.de die Darbietung aufrufen und dort auf zahlreiche weitere Videos stoßen.
Seit Mai 2010 gibt es Bauwagenmusik schon, erzählen Langeloh und Schepers, die sich in den 1980ern im Soziologiestudium kennengelernt haben. „Der Bauwagen war ursprünglich für meinen Sohn zu dessen zehnjährigem Geburtstag als Geschenk gedacht“, erzählt Sybille Langeloh, während die Musiker von Narrenbart sich ihr fertiges Video auf dem Laptop anschauen.
„Ich hatte zu der Zeit die Vorstellung, etwas mit Livemusik zu machen, da es so viele Künstler gibt, die keine Auftrittsmöglichkeiten haben”, so die Rissenerin. Schließlich kam ihr die Idee, die Konzerte im Bauwagen des Sohnes zu veranstalten. Idealer Partner zur Umsetzung war der frühere Studienkollege Schepers, Mitgründer der Musikkneipe „Astra-Stube“ unter der Sternbrücke im Schanzenviertel und langjähriger Mitwirkender bei „Hörbar - Verein zur Förderung experimenteller Musik“.
„Vom Hörsaal in den Bauwagen“, witzelt der etwas wortkarge Schepers. Die beiden Bauwagenmusik-Veranstalter betreiben ihr Projekt völlig ehrenamtlich. „Es fließt kein Geld in irgendeine Richtung“, sagt Langeloh.
Die Musiker freut es. „Bauwagenmusik bietet die Möglichkeit, uns als Hamburger Band vorzustellen“, sagt Thomas Lauthals von Narrenbart. Die Gruppe spielt Musik mit deutschen Texten, peppt Pfadfinderlieder auf und schreibt auch eigene Lieder wie etwa „Der Meuchler“.
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