Leuchtturm wird abgerissen

Gerade in der dunklen Jahreszeit hilft der Blankeneser Leuchtturm (Foto) gemeinsam mit dem Leuchtturm in Baurs Park den Schiffsführern, ihre Position genau einzuhalten. Ein Abweichen schon um wenige Meter wäre fatal, denn die Fahrrine der Elbe ist eng. (Foto: ch)

Touristenmagnet Blankeneser Leuchtturm wird Ende 2014 abgebaut, der Leuchttum in Baurs Park auch

Das Urlaubsfoto mit den Liebsten vor dem Blankeneser Leuchtturm sollte man auf keinen Fall wegwerfen! Es könnte Seltenheitswert bekommen. Denn für Ende 2014 ist der Abriss sowohl dieses Leuchtturms als auch des Turms in Baurs Park geplant. Grund:die Verbreiterung der Fahrrinne in der Elbe.
Bislang orientieren sich Schiffsführer, die in den Hamburger Hafen einlaufen, an den beiden Leuchttürmen am Strandweg und in Baurs Park. „Wenn die Zeichen beider Türme eine Linie bilden, weiß der Schiffsführer, dass er Kurs hält“, so Alexander Schwertner, Sprecher der Hamburg Port Authority.
Die Richtfeuer an der Elbe sind unersetzlich für die Schiffsführer. „Wegen der engen Fahrrinne ist hier eine genaue Positionierung der Schiffe umso wichtiger“, so Frank Toussaint. Der Vorsitzende der Bezirksversammlung Altona und ausgewiesener Leuchtturm-Experte fährt fort:„Hier, wo die Schiffe nah aneinander vorbeifahren, sind 20 Meter Kursabweichung schon ein großes Problem.“
Im Rahmen der Elbvertiefung wird zwischen Blankenese und Wedel die Fahrrinne für Schiffe auf 385 Meter verbreitert. Da die Schiffe dann näher am Ufer fahren, müssen die Positionslichter 125 Meter weiter südlich stehen, um imer noch den richtigen Kurs zu weisen. Dafür werden zwei neue Leuchttürme gebaut:das so genannte Unterfeuer östlich des Anlegers Blankenese und das Oberfeuer am Elbuferweg in Höhe des Jollenhafens Mühlenberg. Mit seinen 60 Metern wird das Unterfeuer 20 Meter höher als der jetztige Turm und würde zu einem der höchsten in Deutschland zählen.
„Die bestehenden Leuchttürme werden anschließend abgerissen“, so Schwertner. Das wird – je nach Stand der Arbeiten bei der Elbvertiefung – jedoch frühestens Ende des übernächsten Jahres geschehen. Der Leuchtturm in Baurs Park wird dann ganz verschwinden, der Blankeneser Leuchtturm soll mindestens bis zur Aussichtsplattform zurückgebaut werden. Für deren Erhalt als Aussichtspunkt setzt sich neben dem örtlichen Bürgerverein auch Frank Toussaint ein. "Man könnte zum Beispiel immer eine begrenzte Besuchergruppe nach oben lassen. Dann bräuchten wir eine Aufsicht, mehr nicht", schlägt er eine preisgünstige Neunutzung des Restturms vor.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.