Letzte Chance zur Südsee-Reise!

Emil Nolde schätzte die Missionierung der Südseevölker wohl nicht sehr:„Der Missionar“ aus dem Jahre 1912 trägt eine rote Teufelsmaske und starrt lüstern grinsend auf die Brüste der Frau vor ihm. Das Gemälde ist heute Teil einer Privatsammlung und in der Ausstellung zu sehen. (Foto: pr)

Ernst Barlach Haus: Nur noch bis Pfingstmontag ist die Jubiläumsausstellung „Puppen, Masken, Idole“ von Emil Nolde zu sehen

- Noch bis Pfingstmontag, 28. Mai, wird im Ernst Barlach Haus zu dessen 50. Bestehen eine ganz besondere Ausstellung präsentiert:Emil Noldes (1867–1956) Stillleben mit Masken und Figuren - Die Ausstellung zeigt den berühmten Maler und Südseereisenden als passionierten Sammler, der kunstgewerbliche Objekte aus aller Welt zusammentrug und ab 1911 in leuchtende, magisch belebte Bilder verwandelte. Hintersinnig und oft humorvoll arrangiert, überschreiten Noldes Stillleben malerische Konventionen und kulturelle Grenzen – eine bislang kaum bekannte, erstaunlich kosmopolitische Kunst.
Rund 100 Figurenstillleben malte Emil Nolde bis 1929:Ein Drittel von ihnen ist dank einer engen Zusammenarbeit mit der Nolde Stiftung Seebüll, mit bedeutenden Museen und privaten Sammlungen in der Ausstellung zu sehen. Darunter sind auch Werke zu betrachten, die seit Noldes Lebzeiten nicht mehr öffentlich gezeigt wurden.
Mehr als 130 Zeichnungen, Textilien, Masken und Objekte runden die Schau ab und geben Einblick in den vielgestaltigen Figurenkosmos, die Nolde lustvoll miteinander kombinierte.
Die Ausstellung „Puppen, Masken und Idole“ zeigt Nolde als einen Liebhaber schöner Gegenstände, dessen Sammlung Wertschätzung für die Kulturen dieser Welt und eine bemerkenswerte Gleichrangigkeit zeigt: Antikes koexistiert mit Zeitgenössischem, Östliches mit Westlichem, Manufakturware mit kostbaren Unikaten.

Infos:
Puppen, Masken und Idole
Ernst Barlach Haus
Baron-Voght-Straße 50a
bis 28. Mai
di-do 11-18 Uhr
fr, sa 11-21 Uhr
Eintritt:sechs Euro, Kinder vier Euro
Kostenlose Führung:
jeweils sonntags, 11 Uhr
Begleitbuch zur Ausstellung
Karsten Müller (Hg.)
192 S., mehr als 130 Farbabbildungen, Corso, 26,90 Euro
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