Lasst die Piepmätze leben!

Hecken sollte man erst nach dem Johannistag schneiden, so eine Bewohnerin der Siedlung Dreebargen. So werden die Vogelnester mit der Brut geschützt, bis die Jungvögel flügge sind.

Siedlung Dreebargen: Hecken möglichst erst ab 24. Juni schneiden

Bahrenfeld - Jetzt schneiden viele schon ihre Hecke. „Bloß nicht!“, so eine Bewohnerin der Siedlung Dreebargen entsetzt. „Da nisten doch noch so viele Vögel. Wenn die Hecken geschnitten werden, ist das der sichere Tod für die Tiere.“
In der Siedlung Dreebargen entlang der Flurstraße sieht es schick und gepflegt aus. Kein Müll liegt auf der Straße herum, die Gärten sind in Schuss. Doch wer jetzt seine Hecke trimmt, wird zum Sensenmann für die Vögel:„Sie haben ihre Nester in geschützt in die Hecken gebaut, damit sie ihren Nachwuchs in Ruhe großziehen können. Wenn man jetzt die Hecke schneidet, dann nimmt man den Vögeln ihren Lebensraum“, so die besorgte Altsiedlerin. „Viele Jungvögel gehen ein. Als wir hier vor Jahrzehnten einzogen, haben wir gelernt:Hecken erst ab Johannis schneiden. Das ist am 24. Juni, also der Tag der Sommersonnenwende. Dann sind die kleinen Vögel bereits ausgeflogen. Dieses Wissen möchte ich heute einfach weitergeben.“
Die Bewohnerin der Siedlung, die ihren Namen nicht nennen möchte, ist von der Vielzahl der Vögel in ihrem Garten begeistert. „Täglich beobachte ich Rotkelchen, Zaunkönig, Blau- und Kohlmeisen oder Kleiber. Was wollen die jungen Leute ihren Kindern denn noch zeigen, wenn alle Vögel durch den Heckenschnitt weg sind?“
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