Klettern am Kirchturm

Einen „Goldenen Karabiner“ bekamen Maike und Riko gemeinsam mit 14 weiteren Jugendlichen von der Jungen Gemeinde Sülldorf-Iserbrook für ihre Mitarbeit beim Bau der Kletterwand verliehen.

Griff für Griff könen jetzt Sportler die „Westwand“ an der Martin-Luther-Kirche erklimmen

Wer es nicht ins Kaisergebirge schafft, kann sie auch hier in Iserbrook besteigen: die Westwand. Am Freitag wurde die „Martin-Luther-Westwand“ am Turm der gleichnamigen Iserbrooker Kirche für Kletterer frei gegeben.
„Gott wird Deinen Fuß nicht gleiten lassen“, zitierte Pastor Bernd Neumann zur Eröffnung der Kletterwand aus dem 121 Psalmen, während er in gut vier Metern Höhe in der neuen Kletterwand hing. „Es kann nichts passieren“, versicherte Oliver Schöpe. Der Jugend-Sozialarbeiter sicherte den Pastor, obwohl dieser ein geübter Kletterer ist, mit einem Seil ab.
Seit über zehn Jahren klettern die Jugendlichen der Gemeinde schon an den Felsen des Harzes und der Rhön. „Jetzt können die Kletterer auch hier in Hamburg die nötigen Grundkenntnisse und Sicherungstechniken erlernen und ihre Kraft und Geschicklichkeit bis an die Leistungsgrenze erproben“, freut sich Pastor Neumann.
An dem 22 Meter hohen Kirchturm haben die Jugendlichen jetzt vier Strecken mit den Schwierigkeitsgraden zwei bis sechs zur Auswahl. „Ganz rechts zu klettern, das ist für mich wie eine Treppe hochzugehen. Ich nehme lieber die anderen Routen“, sagt Felix
Preuschoff aus der Jungen Gemeinde.
2.452 Löcher für Haltegriffe bohrten sie dafür.„Einen Tag und eine Nacht standen Jugendliche der Jungen Gemeinde Sülldorf-Iserbrook rund um die Uhr dafür auf einer Hebebühne“, erinnert sich Schöpe. Dann wurden die Haltegriffe in die Wand geschraubt. Anschließend wurde die Kletterwand, die nach nur anderthalbjähriger Planung fertig wurde, von einem aus München angereisten TÜV-Ingenieur überprüft.
Nutzen können die „Martin-Luther-Westwand“ alle Gruppen im Stadtteil sowie Privatpersonen. „So lange das Wetter gut ist, bieten wir jeweils sonnabends ein offenes Klettern an“, kündigt Schöpe an. Er ist einer der ausgebildeten und zertifizierten Instruktoren, die für die Sicherheit sorgen werden.
Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber:Die Kosten für die Wand stiegen von 12.000 auf 20.000 Euro. Alles wurde aus Spenden bezahlt. Doch jetzt müssen weitere Spender gesucht werden: Die Anlage muss gewartet werden.

Infos zu zu Kletterterminen gibt es im Internet unter www.kgmsi.de
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