Kirche wird zum Supermarkt

Marlis Hadewig und ihre Tochter May-Brit sortieren gemeinsam mit Gitta Kalemba, Angela Breuer, Bettina Schöttler und Carmen Frank (v.l.) die Sachen für den Kleidermarkt am Sonnabend.

Am Sonnabend öffnet der Kinderkleidermarkt in der Melanchthonkirche zum zehnten Mal

Groß Flottbek - Regenjacken, Babystrampler, Ski-Anzüge – Kleider jeder Art und Größe sowie Spielzeug stapeln sich im Gemeindehaus der Melanchthonkirche. Bettina Schöttler und ihr ehrenamtliches Team beginnen, die Sachen zu sortieren. Die Vorbereitungen für den Kleidermarkt am Sonnabend laufen auf Hochtouren.
„Wir veranstalten keinen Flohmarkt“, stellt Bettina Schöttler klar. Sie gründete – angeregt durch ihre Schwester Angela Breuer – gemeinsam mit Corinna Lefbvre vor zehn Jahren den Markt. „Der große Unterschied ist: Der Preis ist nicht verhandelbar. Die Ware kostet das, was auf kleinen Preisschildchen notiert ist.“
Die Secondhand-Sachen wurden von den Verkäufern gewaschen, mit Nummern und kleinen Preisschildchen versehen und in Körben zur Kirche gebracht. „Die Nummern auf den Schildchen sind nötig, damit wir wissen, wem die Ware gehört“, erklärt Angela Breuer.
Dann sortieren die bis zu 20 Ehrenamtlichen die Waren, ordnen sie nach Größen und legen oder hängen sie in die richtige „Abteilung“. „Wie viele Ständer für die Ski-Anzüge oder Kleider brauchen wir eigentlich?“, fragt Gitta Kalemba in die Runde. „So an die sechs“, antwortet Bettina Schöttler routiniert.
Der Flohmarkt samt Kirchencafé startet um 9.30 Uhr. „Dann wird die Kirche ein Secondhand-Kinder-Supermarkt“, schmunzelt Carmen Frank. „Schwangere dürfen sich bereits ab 9 Uhr umschauen. Sonst ist es zu voll hier, und sie kommen ins Gedränge“, ergänzt Marlis Hadewig.
Sie weiß, wovon sie spricht: Als sie das erste Mal den Kleidermarkt besuchte, war sie mit Tochter May-Brit schwanger. Heute ist diese selbst bereits regelmäßige Helferin und Besucherin des Flohmarkts. „Auf dem vergangenen Markt habe ich mir meine Turnschuhe gekauft“, sagt die Neunjährige stolz.
Wer etwas auf dem Kleidermarkt gefunden hat, bezahlt an einer der Kassen. „Nach 13 Uhr wird dann Kassensturz gemacht und die Einnahmen dem jeweiligen Verkäufer zugeteilt. Dann wird alles abgebaut. Sachen, die nicht verkauft wurden, werden der „Sternschnuppe“ gespendet. Sie gehen an krebskranke Kinder in einem rumänischen Krankenhaus“, erklärt Bettina Schöttler. „Hier vor Ort sieht dann gegen 20 Uhr alles wieder so aus, als wäre nichts gewesen.“

Kleidermarkt
Sonnabend, 23. Februar
9.30-13 Uhr (für Schwangere ab 9 Uhr)
Melanchthonkirche
Ebertallee 30
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