Kein Alkohol mehr in Bus und Bahn

Diesen Anblick soll es ab morgen nicht mehr geben:Auf dem Abfallbehälter stehen halb leere Bierbecher. (Foto: ch)
von Wolfgang Westphal und Karin Istel.
Ab dem morgigen Donnerstag ist das Alkoholtrinken in allen Verkehrsmitteln des HVV verboten. Es gilt ein generelles Alkoholverbot in Bussen, S-, und U-Bahnen sowie auf allen Haltestellen. Bei Verstoß droht eine Strafe von 40 Euro, aber erst ab Oktober. Zuvor wird man nur verwarnt.
Es ist 21.30 Uhr am Freitagabend. Am Blankeneser Bahnhof steigt ein Pulk Jugendlicher in die S1 Richtung Wedel. Die jungen Leute fahren zur Groß-Disco nach Wedel. Um sich für den Tanzabend in Stimmung zu bringen, kreisen Wodka, Sekt und Bier. Die Jugendlichen „glühen vor“.
Damit soll ab morgen Schluss sein. „Dann gilt das Alkoholverbot, für das sich bei einer Befragung 86 Prozent der Fahrgäste ausgesprochen haben“, sagt Lutz Aigner, Geschäftsführer des HVV. Dem kann Hans K. nur zustimmen.„Kein Alkohol in der Bahn, das finde ich gut!“
Einzige Ausnahme des Verbotes:die Schiffe der HADAG. Da diese auch viele Touristen nutzen, darf man dort weiterhin Alkohol kaufen und trinken.
Wie wird in Bussen, Bahnen udn Zügen kontrolliert? „Das Sicherheits- oder das Prüfpersonal der Verkehrsunternehmen wird für die Einhaltung des Verbotes sorgen - in den U-Bahnen das Personal der Hochbahnwache, in Bussen die Kontrolleure“, sagt Gisela Becker, Sprecherin des Hamburger Verkehrsverbundes. In den S-Bahnen soll dafür das Sicherheitspersonal aufgestockt werden. „Zur Zeit arbeiten 220 Sicherheitskräfte in den S-Bahnen. Ihre Zahl soll um 50 erhöht werden“, so Dirk Pohlmann, Sprecher der S-Bahn Hamburg.
Beliebte Masche bei den Jugendlichen:Der Wodka wird in halb volle Limoflaschen gefüllt. „Wir werden keine Taschen- oder Körperkontrollen durchführen. Doch wenn es im Wagen laut wird und es offensichtlich so aussieht, als sei ein bisschen mehr in der Flasche als Limo, dann gehen die Sicherheitskräfte näher ran und schauen nach“, so Becker.
Wird jemand mit Alkohol in Bus, S- oder U-Bahn erwischt, bleibt es bis Ende September nur bei einer Verwarnung, und es wird an die Einsicht der Missetäter appelliert. Ab Oktober sind dann 40 Euro Strafe fällig. „Is´ mir doch egal! Ich trinke weiter mein Bier in der S-Bahn“, gibt sich Maik am Bahnhof Blankenese ganz cool.
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