Kaum einer kommt zu den Medienboten!

Christel Linow ist eine der wenigen Besucher des Mietertreffs, die sich von den Medienboten regelmäßig Lese- und Hörstoff ausleiht. (Foto: acz)

Iserbrook: Die Medienboten bringen einmal im Monat (Hör-)Bücher in den Waschsalon - aber nur wenige interessiert´s

A.-C. Zilling, Iserbrook
Seit einem Jahr kommen sie an jedem dritten Donnerstag im Monat in den Mietertreff Iserbrook:die Medienboten. Im Gepäck haben sie aktuelle Bücher und Hörbücher, die man vor Ort ausliehen kann. So oft und so lange man möchte. Aber nicht nur das: Petra Lehberger und ihre ehrenamtlichen Helferinnen stehen an diesen Tagen zwischen 15 und 18 Uhr mit Tee, Kaffee und Keksen und dazu mit jeder Menge Tipps bereit. Doch das Angebot wird von den Bewohnern nicht gut angenommen.
Die Medienboten sind ehrenamtliche Mitarbeiter der Bücherhallen Hamburg. Sie bringen (Hör-)Bücher zu Menschen nach Hause, die nicht mehr gut zu Fuß sind. Man kann sich aus den bereit liegenden Büchern oder CDs etwas aussuchen. Oder man gibt eine Bestellung auf, was man gern hören oder lesen mag. Beim nächsten Besuch wird das Gewünschte dann mitgebracht. „Wir bringen Leben nach Hause“, so die ehrenamtliche Medienbotin Petra Lehberger.
Das wäre doch auch was für uns, dachte sich der Quartiersbeirat. Zumal bekannt war, dass viele Bewohner den langen Weg in die Bücherhallen nach Blankenese oder Osdorf scheuen. Mit dem Zusatzangebot von „Kaffee-Kekse-Klönschnack“, Büchern und Hörbüchern hoffte der Beirat, einen kulturellen Treff im Stadtteil zu schaffen. Denn: „Hier gibt es kein Kulturhaus, kein Bürgerhaus, nichts Kulturelles“, weiß Medienbotin Dagmar Ahlquist.
Doch das Angebot, das seit Januar 2010 läuft, wird nicht gut in Iserbrook angenommen. „Vielleicht trauen sich die Leute nicht, oder sie wissen gar nichts davon“, mutmaßt Gudrun Ahlquist. „Aber wenn es nicht gewollt ist, beenden wir das Angebot im November. Ungerne!“, sind sich die drei Ehrenamtlichen einig.
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