Junge Umweltretter

Stolz präsentiert der Erstklässler Kilian selbst gefertigte Hüte aus altem Zeitungspapier.

Schüler stellen ihre Projekte für das Blankenese der Zukunft vor

Blankenese - Er gehörte zu den jüngsten Teilnehmern auf dem ersten „jungen“ Blankeneser Zukunftsforum: der siebenjährige Kilian. Der Erstklässler aus der Bugenhagenschule entwickelte wie weitere 140 Schüler aus insgesamt fünf örtlichen Schulen Ideen, wie die Ressourcen für zukünftige Generationen noch besser genutzt werden können. So soll Blankenese bis zum Jahr 2022 umweltfreundlicher und lebenswerter werden. Vorgestellt wurden die Projekte im Gemeindehaus der Kirche.
Am Stand der Bugenhagenschule präsentierte Kilian mit seinem gleichaltrigen Klassenkameraden Enno eine Kollektion Hüte. „Die haben wir in unserer Klasse aus alten Zeitungen gebastelt. Für die normalen Hüte haben wir eine ganze Stunde gebraucht, für die mit Schirm sogar zwei“, sagt er mit Stolz in der Stimme. Eine kleine Unzulänglichkeit gibt es denn doch bei der Kopfbedeckung: „Wenn es regnet, werden die Hüte nass und gehen dann auseinander.“
Nicht ganz wetterfest, dafür originell mit Gesichtern verziert sind die Mülleimer aus Papier, die der neunjährige Amadeus aus der Gorch-Fock-Schule gebastelt hat (siehe Foto neben der Überschrift). „Wir waren unterwegs und haben Leute angesprochen, wie sie weniger Müll machen können. Sie sollen mehr Glas, weniger Plastik kaufen. Das fanden die gut“, erklärt er das Klassenprojekt „Der ökologische Fußabdruck“.
Die Zwölftklässler der Stadtteilschule Blankenese haben die soziale Ungerechtigkeit in Mittelamerika im Blick. „Wir haben eine Solaranlage ent-
wickelt. Sie wird in Nicaragua zur Wasserförderung eingesetzt. Hier nutzen wir die Anlage zur Stromgewinnung und zur Erzeugung von warmen Wasser“, erklärt die 18-jährige Lys Gebhardt.
Nach der Vorstellung der Projekte diskutierten die Schüler über die Umsetzung der Ideen im Ort und darüber, was bis zum nächsten Zukunftskongress 2014 erreicht werden soll. Ein fahrradfreundliches Blankenese und die Mülltrennung standen ganz oben auf der Agenda.
„Die Schüler gaben Impulse. Jetzt werden wir bei örtlichen Großprojekten Beiträge aus Sicht der Schüler eingeben. Wir werden beispielsweise an Politiker herantreten und so den Schülern, die ja sonst keine haben, eine Stimme verleihen“, sagt Thure Timmermann, Biologie- und Sportlehrer am Marion-Dönhoff-Gymnasium.
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