Jetzt gibt es zwei Bürgerbegehren

Sie wollen keine neuen Luxuswohnungen am Hemmingstedter Weg: die Initiatoren des Bürgerbegehrens Dirk-Peter Lühr, Kim Deecke und Dr. Gerd Müller.

Für und gegen die Bebauung Hemmingstedter Weg werden Unterschriften gesammelt

Ob sengende Hitze oder prasselnder Regen: Dirk-Peter Lühr, Kim Deecke und Dr. Gerd Müller sind auf den Straßen im Bezirk Altona unterwegs, um Unterschriften für ihr Bürgerbegehren gegen die Bebauung des Hemmingstedter Weges in Höhe der Sportplätze zu sammeln. In den nächsten Tagen wird es noch ein Bürgerbegehren geben, diesmal für die Bebauung.
Hintergrund: Am Hemmingstedter Weg sollen 235 überwiegend hochpreisige Wohnungen gebaut werden. Für das neue Wohnviertel müssten das Zentrum für Schulbiologie und Umwelterziehung (ZSU) für geschätzte fünf Millionen Euroumziehen, zwei Sportplätze als Bauland herhalten und zahlreiche Bäume im Oelsnerschen Grüngürtel umgeholzt werden.
„Je mehr gebaut wird, desto wichtiger werden die Grüngürtel. Wir müssen uns für deren Erhalt einsetzen“, appelliert Baugegner Müller. Aus Sicht der Finanzbehörde ist allerdings kein Kahlschlag zu befürchten. „Die vorhandene Grünachse wird in ihren Grundzügen nicht berührt“, sagt Behördensprecher Daniel Stricker. Gebaut werde überwiegend auf bereits bebauten Flächen.
Die Sportvereine, die am Hemmingstedter Weg trainieren, stehen dem Bauprojekt überaus positiv gegenüber. Zwar fallen zwei Sportplätze weg, dafür sollen ein Kunstrasenplatz samt Flutlichtanlage sowie eine Tennishalle entstehen.
„Die noch vorhandenen Sportflächen könnten dann intensiver als bisher genutzt werden“, ist Holger Giza, Erster Vorsitzender des THCC Rot-Gelb Hamburg, überzeugt. Deshalb wollen die Sportvereine ein Bürgerbegehren für das Bauvorhaben starten.
Wie gehts weiter? Sobald die Gegner des Bauprojektes ein Prozent (1.875) gültige Unterschriften beim Bezirksamt einreichen, tritt die Sperrwirkung in Kraft. „Es darf kein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden, das würden wir auch nicht“, versichert Kerstin Godenschwege, Pressesprecherin im Bezirksamt Altona.

Infos zum Bürgerbegehren:
Das Bürgerbegehren gegen die Bebauung läuft noch bis 19. Dezember. Es müssen 5.625 gültige unterschriften zusammenkommen. Unterschreiben kann jeder im Bezirk wohnende Deutsche oder EU-Bürger, wenn er über 18 Jahre istWenn ein Prozent der Unterschriften im Bezirksamt eingereicht werden, tritt die Sperrwirkung in Kraft. Weder Bezirksversammlung (BV) noch Bezirksamt dürfen eine Entscheidung treffen, die dem Begehren entgegen steht. Tritt die BV dem Begehren bei, gibt es einen BV-Beschluss. Falls nicht, kommt es zum Bürgerentscheid.
Der Senat kann jederzeit das Bauvorhaben an sich ziehen (Evokation).
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