Investor hat die Faxen dicke

Diese Baupläne sind Makulatur. Investor Quantum hat das Bauprojekt „Wohnen am Ziegelteich“ aufgegeben.

Quantum steigt aus dem Bauprojekt am Hemmingstedter Weg aus

Am Hemmingstedter Weg werden keine 235 Wohnungen gebaut, der Grüngürtel bleibt vorerst unbeschadet erhalten. Investor Quantum hat aufgegeben. Er ist aus dem umstrittenen Bauprojekt am Hemmingstedter Weg ausgestiegen. Begründung: Man wolle nicht in die Auseinandersetzungen zwischen Bürger und Politik hineingezogen werden.
Hintergrund: Für das neue Wohnviertel hätte das Zentrum für Schulbiologie und Umwelterziehung (ZSU) für geschätzte fünf Millionen umziehen, zwei Sportplätze als Bauland herhalten und zahlreiche Bäume im Oelsnerschen Grüngürtel umgeholzt werden müssen. Das rief eine Bürgerinitiative gegen das Bauvorhaben auf den Plan, die ein Bürgerbegehren startete.
Die Sportvereine, die am Hemmingstedter Weg trainieren, stehen dem Bauprojekt überaus positiv gegenüber. Da ein Kunstrasenplatz samt Flutlichtanlage sowie eine Tennishalle entstehen sollten, starteten sie ein Bürgerbegehren für den Bau der Wohnungen.
Auch auf der Behördenebene kam es zum Zoff um das Bauprojekt: Während der Bezirk Altona dem Bauvorhaben kritisch gegenüberstand, übte die Finanzbehörde zunehmend Druck auf den Bezirk aus, ein Bauplanverfahren einzuleiten.
„Ärgerlich, dass die Egoismen weniger über die Interessen vieler gesiegt haben und den Inves-tor zum Ausstieg bewegt haben“, kommentiert Daniel Stri-cker von der Finanzbehörde den Aussteig Quantums.
Dagegen ist der Altonaer Bezirksabgeordnete Sven Hielscher (CDU) begeistert: „„Ich gratuliere der Bürgerinitiative zu diesem Stopp eines unsinnigen Bauprojekts.“ Und er fordert das Sportamt auf, „die notwendigen Mittel bereitzustellen, um die vorhandenen Hockey-Sportflächen mit Kunstrasen aufzuwerten.“
Schaut man sich jetzt nach einem neuen Investor um? „Wir werden nicht nach einem Inves-tor suchen“, sagt Kerstin Godenschwege, Pressesprecherin im Bezirksamt Altona. „Wir im Bezirk haben bis Ende September schon 1.320 Bauanträge genehmigt. Bis Jahresende hätten es 900 sein müssen.“
In der Finanzbehörde ist man noch unschlüssig. „Es gibt noch keine weiteren Überlegungen.“
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