Im Hochrad ging eine Ära zu Ende

Friseurin Heidemarie Weber vereinbart einen der letzten Friseurin Heidemarie Weber vereinbart den letzten Termin für „Die Schere“. Gemeinsam mit ihrem Mann Hans betrieb sie 35 Jahre lang den Frisiersalon hier am Hochrad.
Wenn Heidemarie und ihr Mann Hans Weber wie gewohnt ihren Laden "Die Schere" abschließen, wird es diesmal für immer sein. Nach 35 Jahren geht ein Ära zu Ende:Nach der Bäckerei Hesse und Feinkost Busch schloss jetzt der Friseurladen. Nur der Tierarzt nebenan hat seine Praxis noch geöffnet.
Die beiden Räume des Salon sind fast leer. Verlassen steht ein Perückenkopf im Regal, die Bürsten und Lockenwickler liegen in einem Körbchen gleich danaben. Der Salon ist fast ausgeräumt. Das Inventar ist - bis auf einen Kunstdruck von Andy Wahrhol - hat neue Besitzer gefunden. Nur vor dem einen der beiden Panoramafenster, aus denen man einen wunderschönen Blick in den Jenisch-Park hat, steht noch ein wenig Trödel. Entweder, die Sachen werden noch verkauft, oder sie werden entsorgt.
„Wir gehen nicht im Groll“, betont Weber. Die Geschäftsaufgabe habe sich „ebenso ergeben“. Die Stammkundschaft sei in den vergangenen Jahren in Residenzen gezogen oder verstorben. Jetzt soll das Haus verkauft werden. „Meine Frau und ich, wir sind beide über 60. Das gab den Ausschlag“, so Hans Weber.
Jetzt freut sich das Paar, das seine Wohnung über dem Laden schon zugunsten eines Wohnsitzes auf dem schleswig-holsteinischen Land aufgegeben hat, auf viel freie Zeit, Urlaub und die Familie. „Früher konnten wird nur sporadisch Kurzurlaub mit unseren beiden Kindern machen. Jetzt haben wir endlich Zeit dafür“, so Weber. Vielleicht, denn seit zwölf Jahren betreibt er einen Internethandel mit Büchern. „Ich habe Anfragen aus aller Welt vorliegen. Bis nach China habe ich schon Bücher versendet“, so der Geschäftmann.
Seine Frau Heidemarie, mit der seit 43 Jahren verheiratet ist, freut sich auf den Garten, Radfahren und ihren „Großmuttertag“: „Ich werde einen festen Tag in der Woche immer mit meinem sechjährigen Enkel verbringen - mindestens!“
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