„Ich bin auf Bolivien gespannt!“

Die 18-jährige Sophie Hellge aus Nienstedten wird am Montag nach Bolivien starten. Dort wird sie ein Jahr als Freiwillige in der Kinderkrippe Hasta Crecer in Montero, Santa Cruz, arbeiten.

Sophie Hellge wird am 12. August nach Montero, Santa Cruz, fliegen und ein Jahr als Freiwillige in einer Kinderkrippe arbeiten

- Nienstedten - Für Sophie Hellge ist jetzt Kofferpacken angesagt. Am nächsten Montag startet sie nach Bolivien. Aber nicht zu ihren Traumurlaub, sondern um ein Jahr lang als Freiwillige in einem Kindergarten zu arbeiten.
„Ich habe noch nie in einer Kinderkrippe gearbeitet. Aber ich mag es, mit Kindern umzugehen“, sagt Sophie Hellge. „Ich bin gespannt auf das Land und wie´s wird.“ Sie wird in der Kinderkrippe Hasta Crecer arbeiten. „Der Name bedeutet auf Deutsch: Bis du groß bist. Kinder aus sozial schwachen Familien, meist aus dem Umgebung von Montero, kommen dorthin. Die Eltern der Kinder sind oft noch sehr jung, gehen häufig selbst noch zur Schule. In der Krippe werden die Kinder betreut und sie bekommen eine Schulbildung“, erklärt Sophie Hellge.
Sie selbst hat gerade ihr Abitur gemacht. „Ich hatte drei Jahre Spanisch. Das ist eine wunderschöne Sprache. Meine Liebe zu Südamerika wurde im Unterricht und durch den dreimonatigen Besuch einer ecuadorianischen Austauschschülerin geweckt. Sie hat viel über ihre Heimat erzählt und in mir die Lust geweckt, auch einmal nach Südamerika zu fahren.“
Dort wird Sophie Hellge für das Bolivianische Kinderhilfswerk (BKHW) tätig sein. „Ich werde in einer Gastfamilie wohnen. Für meine Arbeit bekomme ich Kost und Logis und ein kleines Taschengeld von monatlich 100 Euro.“
Jetzt sucht Sophie Spender, die ihren Aufenthalt in Bolivien finanzieren. „Jeder Aufenthalt kostet 7.000 bis 8.000 Euro pro Teilnehmer, einschließlich Flug, Betreuung, Versicherungen und Seminare. Dreiviertel der Summe übernimmt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Damit bleiben etwa 1.800 Euro übrig, die wir nicht über Spenden subventionieren können“, sagt Thomas Schwarz, Sprecher des Bolivianischen Kinderhilfswerkes (BKHW).
Die Kosten fallen übers Jahr verteilt an. „Es wäre toll, wenn ich es schaffen würde, das Geld zusammenzubekommen“, bittet Sophie Hellge. „Denn alle beim BKHW arbeiten ehrenamtlich. Natürlich gibt es für die Spenden eine Quittung.“ Sollte die Summe nicht zusammenkommen, muss Sophie aber nicht zurück nach Deutschland. Dann hofft sie, dass Förderer anderer Jugendlicher etwas mehr spenden, so dass ihr Aufenthalt mitfinanziert werden kann.

Bolivianisches
Kinderhilfswerk (BKHW)
Merzenstraße 12
70469 Stuttgart
Tel. 0711/ 50 88 78 70
www.bkhw.org
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