Hilfe für unheilbar kranke Kinder

Das Team des Ambulante Kinder-Hospiz Pflegedienstes wird im Großraum Hamburg gemeinsam mit Sozialpädagogen, Trauerbegleitern, Familientherapeuten sowie Ärzten, Schmerztherapeuten und Physiotherapeuten unheilbar kranke Kinder und ihre Familien zu Hause unterstützen. Über die „mobile Sternenbrücke“ freuen sich Hospiz-Leitung Ute Nerge (5.v.l.) und Peer Gent, Vorstandsmitglied des Fördervereins Kinder-Hospiz Sternenbrücke. (Foto: Foto: pr)

Das Kinderhospiz „Sternenbrücke“ bietet ab jetzt einen ambulanten Pflegedienst an

Rissen
Das Angebot ist bundesweit einmalig: Ab jetzt unterstützt das Kinder-Hospiz „Sternenbrücke“ als erstes stationäres Kinderhospiz Familien mit todkranken Kindern zu Hause. Der Ambulante Kinder-Hospiz Pflegedienst ist im Großraum Hamburg unterwegs.
„Der Ambulante Kinder-
Hospiz Pflegedienst richtet sich ausschließlich an todkranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Er bietet - ab dem Zeitpunkt der Diagnosestellung – eine umfassende Begleitung des erkrankten Menschen und seiner Familie an“, erläutert Pressesprecherin Christiane Schüddekopf. Zum Team gehören Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpflegekräfte, Sozialpädagogen, erfahrene Ärzte, Schmerztherapeuten, Trauerbegleiter, Physiotherapeuten sowie ehrenamtliche Helfer.
Das Team aus Experten mehrerer Fachrichtungen hilft nicht nur, die medizinische Versorgung sicher zu stellen. Sondern es ist auch zur Stelle, wenn es beispielsweise darum geht, fehlende Hilfsmittel zu beantragen. „Die Kinder und Jugendlichen sind 24 Stunden am Tag pflegebedürftig. Den Eltern bleibt dann wenig Kraft, um noch Anträge zu formulieren. Dann kommt ein Sozialpädagoge mit ins Boot, um bei der Antragstellung zu helfen“, verdeutlicht Christiane Schüddekopf.
Oder eine Fachpflegekraft bemerkt, dass die Familie aufgrund der Pflegesituation droht, aus dem Gleichgewicht zu geraten. „Alles dreht sich in der Familie um das lebensbegrenzt erkrankte Kind. Geschwisterkinder treten dabei oft in den Hintergrund. In einem bestimmten Alter werden diese dann oft verhaltensauffällig. Ein Familientherapeut mit seinem Blick von außen kann jetzt möglicherweise helfen“, so Schüddekopf.
„Der Wunsch, Familien mit unheilbar erkrankten Kindern neben der Entlastungspflege und der Begleitung am Lebensende auch Zuhause bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen, wird nun Wirklichkeit“, so Ute Nerge. Für die Initiatorin des Ambulanten Kinder-Hospiz Pflegedienstes und Hospizleitung, geht damit ein Herzenswunsch in Erfüllung. Darüber hinaus ist die Unterstützung im Notfall durch das Kinder-Hospiz Sternenbrücke gesichert.
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1 Kommentar
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Eva Maria Schnoor aus Wilhelmsburg | 07.10.2011 | 13:10  
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