Haus vergammelt an der Elbchaussee

Das Haus in der Elbchaussee 542 steht leer und verwittert, während in Hamburg Wohnraum knapp ist. (Foto: acz)
Hamburg: elbchaussee |

Blankenese:Elbchaussee 542 steht leer.

In Hamburg ist Wohnraum knapp. Doch in der Elbchaussee 542 steht ein Haus leer und vergammelt.
Das Gitter des Eingangstores rostet, der Garten wuchert wild vor sich hin, augenscheinlich kümmert sich keiner um das verwaiste Gebäude.
Während das Haus im Dornröschenschlaf liegt, bläst der Senat angesichts der Wohnungsnot in Hamburg zur großen Bau-Attacke: Jedes Jahr sollen 6.000 neue Wohnungen gebaut werden, davon allein 900 im Bezirk Altona.
Können die Behörden angesichts der Wohnungsnot gegen den Besitzer oder Mieter des Hauses an der Elbchaussee einschreiten, weil er das Haus leer stehen lässt? „Wenn jemand beweist, dass er in einer Wohnung noch gemeldet ist, ist der Nachweis des Leerstandes schwierig“, weiß Kerstin Godenschwege, Pressesprecherin des Beziksamtes Altona. Als Eigentümer oder Mieter eines Hauses ist man nämlich nicht verpflichtet, auch dort zu wohnen.
Doch das Bezirksamt bleibt am Ball. „Jetzt wird der Eigentümer aufgefordert, sich zum Leerstand zu äußern“, so Godenschwege. Wem das Haus gehört, das möchte die Pressesprecherin nicht sagen.
Sollte sich herausstellen, dass der Eigentümer das Haus vorsetzlich hat leer stehen lassen, liegt eine Ordnungswidrigkeit vor. Dann drohen bis zu 50.000 Euro Höchststrafe. „ Das kam noch nie vor“, so Nils Fischer, Pressesprecher des Bezirksamtes Altona.
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