Handfeste Hilfe, wenn das Chaos tobt

Julia Arendt möchte mit vielen Freiwilligen die Nachbarschaftshilfe „Johannes-Netzwerk“ aufbauen. (Foto: pr)

Freiwillige für das neue Nachbarschafts-Hilfswerk „Johannes-Netzwerk“ gesucht

Karin Istel, Rissen
Der Kühlschrank ist leer, aber man liegt mit Grippe im Bett und kann nicht einkaufen? Wer im Gebiet der Rissener Johannes-Kirchengemeinde wohnt, hat es gut: Ein Anruf bei der Nachbarschaftshilfe, dem Johannes-Netzwerk, genügt, und kostenlose Hilfe ist in Sicht. Doch das ist noch Zukunftsmusik. „Jetzt möchte ich die Idee der Nachbarschaftshilfe erst einmal der Öffentlichkeit vorstellen und möglichst viele Freiwillige für das Projekt begeis-tern“, sagt Julia Arendt. Sie ist die Koordinatorin des Netzwerkes.
Die Idee ist einfach: Jeder, der im Gebiet der Kirchengemeinde wohnt und kurzfristig Hilfe braucht, wird von einem Ehrenamtlichen unterstützt. „Wir springen dort schnell ein, wo andere Institutionen nicht oder noch nicht tätig werden“, erklärt Arendt. Zwei Einschränkungen gibt es: „Wir geben keine finanzielle Unterstützung. Ebenso sind Pflegeleistungen ausgeschlossen.“
Damit das Netzwerk aufgebaut werden kann, werden jetzt Leute aus der Kirchengemeinde gesucht, die ehrenamtlich tätig werden möchten. „Man muss keine besonderen Zertifikate vorweisen. Wir suchen vielmehr Menschen mit einem offenen Herzen und Interesse am Mitmenschen“, wirbt Arendt. „Jeder hat Talente, die er einbringen kann. Die Alltagsprobleme sind ja schließlich auch vielfältig.“
Wer sich vorstellen kann, aus christlicher Nächstenliebe anderen unter die Arme zu greifen, wird von Julia Arendt zu einem Gespräch eingeladen. „Es wird besprochen, welche Interessen man hat, was man anbieten kann und wieviel Zeit man mitbringen möchte. “ Die Angaben der Freiwilligen werden dann in eine Kartei aufgenommen. „Wenn eine Anfrage kommt, suchen wir die geeignete Person heraus“, so Arendt.
Eine Tauschbörse ist das Netzwerk nicht. „Man tauscht nicht eine Leistung gegen eine andere. Man untersützt Hilfesuchende.“ Doch es gibt eine ideelle Entlohnung. „Die ehrenamtlichen Kollegen werden von mir begleitet. Außerdem können sie sich gezielt fortbilden. Sie sollen sich sicher und wohl fühlen.“
Als Konkurrenz zu anderen Institutionen versteht Arendt das Netzwerk nicht. „Es ist eine Bereicherung für die Kirchengemeinde.“


Johannes-Netzwerk
Gemeindehaus der
Johannes-Kirche
Raalandsweg 5

Auftaktveranstaltung:
Di, 22. Januar
19-21 Uhr

Kontakt
Julia Arendt
Offene Sprechstunde:
mo, mi 10-11 Uhr
Tel. 81 90 06 23
Netzwerk@johannesgemeinde.de
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