Gottesdienst wird im TV übertragen

Fernsehkameras und jede Menge Technik werden ab dem heutigen Mittwoch für den ARD-Fernsehgottesdienst in der Kirche aufgebaut, wie hier in der Klosterkirche in Loccum. (Foto: Andrea Kaiser/Ev. Kirche im NDR)

Flottbeker Kirche: Am Reformationstag, 31. Oktober, laufen von 10 bis 11 Uhr in der Kirche die Kameras

Julia Vallguth, Gross Flottbek - Für Sonnabendmorgen bittet Pastor Matthias Lobe die Groß Flottbeker darum, mal eine Ausnahme zu machen: Statt auf den Wochenmarkt lieber zu einem besonderen Gottesdienst in die Flottbeker Kirche zu gehen. Am Reformationstag, 31. Oktober, 10 Uhr wird von hier ein ARD-Fernsehgottesdienst übertragen. Pastor Lobe hofft auf eine volle Kirche – auch, wenn er an dem Gottesdienst gar nicht mitwirkt.
Vor einem halben Jahr stellte der NDR die Anfrage, die Kirche für den Gottesdienst nutzen zu dürfen. Pastor Lobe sagte zu, und bald kamen Akustik-, Kamera- und Maskenteams des NDR zu Vorbesprechungen nach Groß Flottbek. „Die
Teams werden im Pastorat und im Konfirmandenraum Quartier nehmen, und draußen werden zwei Ü-Wagen stehen“, erklärt Pastor Lobe. Am heutigen Mittwoch geht der Aufbau los. Dann wird die Kirche verkabelt, Kameras positioniert – und vor allem geprobt. Da der Gottesdienst live übertragen wird, müssen Rede- und Musikbeiträge zuvor genau geprobt werden, denn eine Stunde darf nicht überschritten werden.

Die Gemeindemitglieder sind nur Statisten

Von der Flottbeker Kirchengemeinde wirkt keiner an dem Gottesdienst mit. „Wir hätten uns gerne beteiligt, aber das ist nicht vorgesehen“, so Pastor Lobe. Nur die Kirchenmusikerin hätte mitwirken dürfen – doch die ist gerade mit ihrem Chor auf Reisen.
Die Predigt über das Thema „Reformation und Eine Welt – als Befreite leben“ hält Bischof Gerhard Ulrich. Am Gottesdienst außerdem beteiligt sind Pröpstin Astrid Kleist, Landeskirchenmusikdirektor Hans-Jürgen Wulf sowie ausländische Gäste. Bereits ab 9.15 Uhr stimmt Fernsehpastor Jan Diekmann die Besucher auf den Gottesdienst ein. „Da bin ich selbst gespannt“, sagt Pastor Matthias Lobe, der auch erst diese Woche über den Verlauf informiert wird. Er kommt, wie alle anderen, als „normaler“ Besucher in die Kirche.
Der Gottesdienst steht allen Bürgern offen. Doch eines muss unbedingt beachtet werden: Mobiltelefone sollten zu Hause bleiben. Pastor Lobe: „Auch, wenn die Geräte ausgeschaltet sind, können die Frequenzen die Technik stören.“ So könne es sein, dass Handys am Kircheneingang abgegeben werden müssen. Aufgeregt ist der Pastor vor dem Fernsehgottesdienst nicht – eher stolz, dass die Flottbeker Kirche es so ins Fernsehen schafft.

TV-Gottesdienst zum Reformationstag
Sonnabend, 31. Oktober
10 Uhr, Einlass: 9.15 Uhr
Flottbeker Kirche, Bei der Flottbeker Kirche 2
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