„Gibt´s denn hier keine Schwangeren?“

Diplompädadogin Andrea Cordes bei der Beratung. „Ich nehme mir viel Zeit und berate jede schwangere Frau, unabhängig von deren Nationalität und Religion“, sagt sie.

Iserbrook: Schwangerenberatung des SkF Hamburg-Altona läuft schlecht – jetzt gibt es zwei feste Termine

K. Istel, Iserbrook - Diplompädagogin Andrea Cordes bietet für Schwangere, junge Mütter und Familien aus Iserbrook im „Waschhaus“ eine kostenlose Beratung an. „Eine Schwangerschaft ist eine große Veränderung im Leben, wenn aus Partnern Eltern werden oder man allein erziehend wird“, weiß Cordes. Doch das Angebot wird kaum angenommen. Durchschnittlich kamen ein bis zwei Frauen pro Monat in den vergangenen zwei Jahren zur Beratung.
In der Schwangerschaftsberatung geht es um soziale und wirtschaftliche Hilfen. Ist beispielsweise die finanzielle Situation der Schwangeren nicht gesichert, hilft sie, die nötigen Anträge auszufüllen. Aber auch bei sozialen Fragen hat sie ein offenes Ohr: „Es kommt vor, dass der Vater des Kindes die Frau vor der Geburt verlässt. Beziehungen können kaputt gehen.“
Cordes ist Mitarbeiterin beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Hamburg-Altona. „Die Ergänzung Hamburg-Altona ist wichtig. Denn der Verein wurde 1924 gegründet, als Altona noch nicht zu Hamburg gehörte“, erklärt sie. „Wir sind ein katholischer Verein, der sich dem christlichen Menschenbild verpflichtet fühlt. Auf dieser Basis beraten wir unabhängig von Nationalität und religiöser Zugehörigkeit“, entkräftet Cordes mögliche Befürchtungen. „Der Datenschutz ist uns extrem wichtig“, versichert sie. Geldgeber des SkFHamburg-Altona sind die Stadt, die Erzdiözese Hamburg sowie verschiedene Stiftungen. Wie viel Geld exakt in die Schwangerenberatung Iserbrook fließen, darüber gibt der SkF Hamburg-Altona keine Auskunft.
In Iserbrook läuft die Schwangerenberatung einfach nicht. „Gibt es denn hier keine Schwangeren?“ fragt sich Cordes. Denn „aufgestellt“ ist sie gut im Stadtteil: „Wir bieten
kostenlose Beratung von Frauen für Frauen. Das Fahrgeld entfällt, denn wir sind vor Ort. Und wir sind mit anderen Organisationen gut vernetzt. So lernen die Frauen auch andere Angebote im Stadtteil kennen, die ihnen vielleicht noch unbekannt sind“, so Cordes.
Beratungstermine können ganz individuell telefonisch vereinbart werden. Doch um Frauen den ersten Schritt zur Beratung zu erleichtern, bietet Andrea Cordes kurzfristig zwei feste Beratungstermine an. „Dann werde ich in den Räumen der Mütterberatung vor Ort sein.“

Schwangerenberatung
Waschhaus
Herrbrook 8
Tel. 80 05 08 38

Feste Termine:
Mittwoch 23. Mai, 13. Juni
jeweils 10-12 Uhr
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