Gequetschter Neubau

Auf die Wiese zwischen die Häuser Wedeler Landstraße 57 und 63 wird ein Neubau gesetzt ­– mit jeweils nur zwölf Metern Abstand zu den Gebäuden, die es dort schon gibt.

Die Bauarbeiten für das Mehrfamilienhaus auf der Wiese zwischen den Häusern Wedeler Landstraße 57 und 63 haben begonnen.

Karin Istel, Rissen
Ein Passant ist geschockt: „Jetzt sieht man erst einmal, wie eng das hier wird, wenn das Haus auf dem Rasen zwischen den Häusern gebaut wird! Hat man sich gar nicht vorstellen können“, sagt er und wirft noch einen Blick auf die Baustelle zwischen den Häusern Wedeler Landstraße 57 und 63, bevor er kopfschüttelnd weitergeht. Jetzt ist bereits ein Bagger angerückt, er hebt Erde aus. Die Bauarbeiten für das vierstöckiges Wohnhaus sind angelaufen.
Bis vor Kurzem gab es noch eine idyllische Wiese von ungefähr 1.600 Quadratmetern zwischen dem roten Haus Wedeler Landstraße 57 und dem Hochhaus in der Wedeler Landstraße 63. „Das war unsere letzte Dorfwiese in Rissen“, so Gabriele Feigl-Harms von der Mieterinitiative. Doch die Idylle hat jetzt ein Ende: Am südlichen Ende der Wiese ist der Bauzaun bereits gezogen, es wird schon gearbeitet. Der Neubau kommt.
Das Haus mit den Eigentumswohnungen wird 14,70 Meter hoch und 20 Meter breit sein – so wie es der Bauplan Rissen 39 vorsieht. Seine Vorderfront wird zur Landstraße hin zeigen. Zwölf Meter zu jeder Seite werden das Haus von den Nachbargebäuden trennen. „Das ist doch viel zu eng“, so eine empörte Mieterin, die ihren Namen nicht nennen möchte. „Dann sitzen wir im Dunkeln, denn das Haus nimmt uns das Licht!“
Gabriele Feigl-Harms sieht noch ein anderes Problem. „Für die Wohnungen soll es neue Stellplätze geben. Es wird also auch eine neue Zufahrt geben, und zwar über den Gehweg. Den nutzen viele Kinder auf ihrem Schulweg. Das wird für die Kinder dann gefährlicher!“
Auch der Spielplatz auf der Wiese, der im vergangenen Sommer noch verschönert wurde, ist ist in Gefahr. „Ich habe Angst, dass der Spielplatz verschwindet, weil die Bewohner des Neubaus sich vom Lärm gestört fühlen könnten“, so Feigl-Harms. Wäre gut möglich, denn der Bauzaun verläuft schon jetzt an der nördlichen Ecke unmittelbar neben dem Holzzaun, der den Spielplatz begrenzt.
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