Gelbes Saga-Haus steht leer

Dieses Gebäude aus dem Bestand der Saga soll noch in diesem Jahr zum Verkauf angeboten werden.

Saga-Sprecher: Es soll verkauft werden.

Von Karla Groth.
Viele Anwohner kennen das gelbe Haus mit den Rundbögen am Osdorfer Weg 64, das seit einer gefühlten Ewigkeit leer steht. Vor zwei Jahren sind die Geschäfte ausgezogen. Seit März sind auch die beiden Wohnungen nicht mehr vermietet. Über 120 Quadratmeter Wohnfläche hätte das Haus zu bieten. Und steht trotz akutem Wohnungsmangel seit circa sechs Monaten komplett leer. An der Tür weist ein Zettel auf Wasserschäden hin, im Garten wird vor Rattengift gewarnt.
Auch das Haus gegenüber, Osdorfer Weg 62, könnte eine Sanierung vertragen. Zwei Geschäfte halten sich hier noch. Oben ist vor einigen Monaten eine Jugendhilfe-Einrichtung eingezogen. „Das leerstehende Haus gegenüber ist schlecht fürs Geschäft“, beschwert sich Yunus Kocak, Mitarbeiter im Kiosk und Backshop. Täglich würden mehrere Leute in das Geschäft kommen und nach dem Haus auf der anderen Straßenseite fragen, erzählt er. „Ich habe der Saga deshalb selbst schon geschrieben, ich wollte eine Wohnung in der Nähe von meiner Arbeit haben.“ Doch es kam keine Antwort.
Auch Saskia Haak aus dem Geschäft nebenan sieht die Situation kritisch. „Seit zehn Jahren hat sich da drüben kaum was getan“, so die Fußpflegerin.
Die Saga, der das Gebäude gehört, will es nach Aussage von Pressesprecher Michael Ahrens noch in diesem Jahr verkaufen. Die neuen Eigentümer entscheiden dann, was mit dem Haus passiert.
Beide Häuser gehören zur Steenkampssiedlung und stehen somit unter Milieuschutz. Dieser sichert nicht nur, dass das 1920 errichtete Gebäude nicht abgerissen werden darf. Milieuschutz bedeutet für künftige Käufer auch:  Die Maßnahmen, die getroffen werden dürfen, sind genau vorgeschrieben und binden den Eigentümern in vieler Hinsicht die Hände. Gestrichen werden darf beispielsweise nur in bestimmten Pastelltönen, die Anzahl an Dachfenstern ist begrenzt, Anbauten sind nur unter Vorbehalt möglich und... und ...und... Und teurer wird es auch. Die Folge: Die Mietpreise dürften nach den Sanierungsarbeiten die Schmerzgrenze vieler Wohnungssuchenden übersteigen.
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