Gegen das Vergessen

Auch die Jüdin Olga Babette Arnthal ­wurde aus dem Haus im heutigen Grotiusweg 36 von den Nazis ins KZ Theresienstadt deportiert. (Foto: pr)
Hamburg: Grotiusweg 36 |

Blankenese: Gedenkfeier für deportierte Juden am 22. Juli

Blankenese - Sie wurden am 19. Juli 1942 aus dem heutigen Haus am Grotiusweg 36 von den Nazis deportiert:die letzten zehn jüdischen Hausbewohner. In einem Gottesdienst wird am Sonntag, 22. Juli, in der evangelischen Kirche Blankenese, Mühlenberger Weg 64a, um 10 Uhr in einem Gottesdienst der Deportierten aus dem Blankeneser „Judenhaus“ sowie aller Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung gedacht. Eine Gedenkfeier am Haus im heutigen Grotiusweg 36 schließt sich an, die der „Verein zur Erforschung der Geschichte der Juden in Blankenese“ organisiert.
„Nach unserer Kenntnis kamen 17 Menschen aus dem sogenannten Judenhaus ums Leben, ferner aus Blankenese 26 jüdische oder als Juden verfolgte Menschen sowie drei weitere Blankeneser durch die nationalsozialistische Verfolgung“, erläutert Friedemann Hellwig, Vorsitzender des Geschichtsvereins. Dieser Toten wird an dem jeweiligen Sonntag gedacht, der dem 19. Juli am nächsten liegt. In diesem Jahr wird das der 22. Juli sein. Den Gedenkgottesdienst wird Probst Horst Gorski halten.
Danach trifft man sich um 12 Uhr vor dem Haus im heutigen Grotiusweg 36, dem früheren Steubenweg. Dort werden Kers-ten Albers, stellvertretender Bezirksamtsleiter, und Vertretern des „Vereins zur Erforschung der Geschichte der Juden in Blankenese“ nochmals an das Schicksal der Toten erinnern.
Musikalisch wird die Gedenkfeier von Sönke Klegin (Trompete) und Carla Stamm (Klarinette) umrahmt.
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Reinhard Kasbohm aus Osdorf | 17.07.2012 | 21:43  
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