Gedränge beim Tannenbaum-Verkauf

Schau mal, daraus wird mal ein Weihnachtsbaum! Die anderthalbjährige Lene schaut sich auf dem Arm ihres Papas Nils Fischer interessiert die Nordmann-Tannen an. „Das ist unser Weihnachtsbaum-Bestseller“,weiß der Förster. (Foto: acz)

Wildfleisch- und Weihnachtsbaumverkauf: Stand der Revierförsterei im Klövensteen war dicht belagert

von Ann-Christin Zilling - Der Wind kommt von vorn, peitscht den Regen ins Gesicht. Kurz:Es ist richtiges Schietwetter. Und trotzdem herrscht in der Revierförsterei Klövensteen Hochbetrieb:Der Verkauf von Wildfleisch- und Weihnachtsbäumen hat begonnen.
„Gulasch ist aus!“, ruft Philip Lehmkühler, der im „richtigen“ Leben Forstwirt im Wildgehege ist und an diesem Tag an der Fleisch- und Wursttheke zu finden ist. Das letzte Gulasch des Tages konnte Anne Henningsen aus Waldenau ergattern. Sie und ihr Vater nehmen noch eine Mettwurst mit. „Ich komme in jedem Fall nochmal wegen Rehrücken und –keule vorbei. Für Weihnachten!“
Einstweilen gehen draußen die ersten Weihnachtsbäume weg. Förster Nils Fischer erhält tatkräftige Unterstützung von Ole Geitner, der im Klövensteen sein freiwilliges ökologisches Jahr (FSJ) absolviert. „Am bes-ten geht die Nordmann-Tanne.“ Fichte, Pazifische Edeltanne, Blaufichte und Kiefer – für jedes Wohnzimmer ist der richtige Baum dabei. Das Besondere an den Bäumen erklärt Nils Fischer: „Mit unseren Bäumen stellt man sich keine Chemie-keule ins Wohnzimmer. Die Bäume sind nicht gespritzt und nicht gedüngt, reine Natur!“
Noch eine Stunde bis zum Feierabend um 17 Uhr, und es wird schon dunkel. Trotzdem bildet sich an der Wursttheke schon wieder eine Schlange. „Das ist noch gar nichts, heute Morgen ging die Schlange bis vor die Tür!“ sagt Verkäuferin Ines Leister, ebenfalls „FSJ“-lerin. Außer Fleisch gibt’s heute auch Schoko-Kirschkuchen, Kaffee und natürlich Glühwein.
Aber die meisten kommen wegen des Fleisches. Eigentlich plante die Revierförsterei, bis 23. Dezember Wildbret von Rot-, Dam-, Schwarz-, Muffel-, Sika- und Rehwild zu verkaufen. Aber:„Was alle ist, ist alle!“, sagt Nils Fischer. „Wir können nur das verkaufen, was der Wald uns schenkt.“ Frühes Kommen sichert also den Wunsch-Tannenbaum und das leckere Stück Wild für das Weihnachtsessen!
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