Gärtnern auf Chinesisch

Bao Ruijie und Jana Ni mit Orchideen-Setzlingen im Anzuchthaus.

Jana Ni und Bao Ruijie waren als Austauschgärtnerinnen zu Gast im Loki-Schmidt-Garten.

Interessiert beugen sich Jana Ni und Bao Ruijie im Anzuchthaus für Orchideen über die Pflanzen, begutachten Blätter und Büten ganz genau. „Ich werde in Shanghai eine Orchideenschau organisieren und möchte mich deshalb hier über die Pflanzen informieren“, sagt Jana Ni. Die Chinesin war als Stipendiatin der Stiftung Internationaler Gärtneraustausch gemeinsam mit ihrer Kollegin zwei Monate lang zum Erfahrungsaustausch im Loki-Schmidt-Garten zu Gast.
„Ich mache viele Fotos und lasse mich umfassend über Orchideen von den hiesigen Fachleuten beraten. So kann ich viel lernen und mit meinen Erfahrungen und dem neuen Wissen wieder nach Hause reisen“, schwärmt Jana Ni von ihrem Deutschlandaufenthalt. Während die 25-Jährige in Sachen Orchideen unterwegs ist, hat es ihrer Kollegin die Gattung Amorphophallus angetan, die zur Familie der Aronstabgewächse gehört. „Die Pflanzen sehen etwas seltsam aus, aber ich mag sie“, schmunzelt die 25-Jährige. Volker Köpcke, der als technischer Leiter des Botanischen Gartens die beiden Austauschgärtnerinnen fachlich betreut, ergänzt: „Am bekanntesten ist die Titanwurz. Sie hat vor ein paar Wochen im Gewächshaus am Dammtor geblüht. Das war die große, stinkende Blume.“
Während ihres Aufenthaltes hier in Hamburg waren die beiden Chinesinnen privat untergebracht und machten in ihrer Freizeit Ausflüge. „In Berlin hat uns natürlich der Botanische Garten am besten gefallen“, sind sich die beiden Chinesinnen einig.
Der Internationale Gärtneraustausch fördert seit zehn Jahren junge Gärtner. „Wir wollen die gefährdete Pflanzenwelt in ihrer Vielfalt und Schönheit erhalten und junge Menschen fachlich und menschlich fördern“, erklärt Dr. Hans-Helmut Poppendieck, Erster Vorsitzender der Stiftung. „Für die Kultur von seltenen und gefährdeten Pflanzen sind Beobachtungen vor Ort und der Erfahrungsaustausch mit Kollegen unerlässlich. Aber Auslandsreisen sind teuer, und Gärtner verdienen nicht viel. Die Stiftung gibt Zuschüsse für internationale Reisen.“
1
1
1
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.