Es geht los!

Das Richard-Dehmel-Haus in der gleichnamigen Blankeneser Straße ist derzeit nicht gerade ein Schmuckstück: Es gammelt vor sich hin. Ab Frühjahr des nächsten Jahres soll es saniert werden. (Foto: ch)

In Blankenese wird die Dehmel-Villa ab Frühjahr 2014 renoviert

- Blankenese - In gut zwei Jahren wird Blankenese eine neue Attraktion haben: Wenn alles wie vorgesehen läuft,öffnet dann das neu renovierte Richard-Dehmel-Haus seine Türen. Jetzt wurde der Vertrag zur Renovierung des Hauses unterzeichnet. Die
Kosten von schätzungsweise zwei Millionen Euro werden überwiegend von der Hermann Reemtsma Stiftung übernommen.
Heute sieht die denkmalgeschützte Dehmel-Villa in der Richard-Dehmel-Straße nicht gerade wie ein Kleinod aus: Fenster und Türen sind mit Holzbohlen verrammelt, das Gebäude ist marode, gammelt vor sich hin. Das soll sich ab Frühjahr 2014 ändern: Dann wird die Villa, die Richard Dehmel im Jahr 1913 von seinen Freunden zum 50. Geburtstag geschenkt bekam, in Schuss gebracht. Laufen die Bauarbeiten wie vorhergesehen, soll das Haus in zwei Jahren der Öffentlichkeit als Museum oder Begegnungsstätte zugängig gemacht werden (das Elbe Wochenblatt berichtete).
In dem Haus traf sich die Bohème der 20er Jahre. Der Salon ist noch heute erhalten, weshalb das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Es gibt auch Überlegungen, den ersten Stock des Hauses als Wohnraum zu vermieten. So könnte der Betrieb der Begegnungsstätte mitfinanziert werden.
Das Haus gehört zum Erbe des im Jahre 2010 verstorbenen Investmentbankers Claus Großner, wie auch das „Weiße Haus“ in Nienstedten. Neben den Häusern hinterließ er vorwiegendSchulden. Durch den Verkauf der Nienstedtener Elbchausssee-Villa konnten die Verbindlichkeiten beglichen werden. Das Restgeld aus dem Verkauf floss in eine von Großner gegründete Stiftung zur Erhaltung des Dehmel-Hauses samt Inventar. Die Jugendstilmöbel sind derzeit ausgelagert und müssen restauriert werden, bevor sie wieder in ihrer angestammten Umgebung aufgestellt werden.
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