Erste Fahrradstraße im Bezirk

Am Falkensteiner Ufer gibt es die erste Fahrradstraße im Bezirk Altona. (Foto: hamburg.adfc)

Aber: Statt Poller nur Fahrbahnverengung - Anwohner skeptisch

von Christopher von Savigny, Blankenese - Das Falkensteiner Ufer ist Fahrradstraße. Zusätzlich soll während der Frühjahrs- und Sommermonate ein rund 200 Meter langer Abschnitt mit verschließbaren Schranken gesichert werden. In diesem Zeit-raum sind besonders viele Erdkröten (Bufo bufo) unterwegs. Bezirk, Polizei, Naturschutzverbände und Anwohner hatten jahrelang um eine sinnvolle Verkehrsregelung am Falkensteiner Ufer gerungen. Trotz des geltenden Durchfahrtsverbots fahren Ausflügler regelmäßig mit dem Auto ans Falkensteiner Ufer.
An drei Stellen wurde gebaut: Sowohl am oberen als auch am unteren Ende des Falkensteiner Wegs wie auch an der Ecke Strandweg/Falkentaler Weg ist die Fahrbahn verengt worden. Verkehrszeichen weisen jetzt darauf hin, dass es sich um eine Fahrradstraße handelt. Künftig gilt in diesem Abschnitt des Falkensteiner Ufers absolutes Halteverbot. Nur Anwohner dürfen die Straße weiterhin benutzen.
Ursprünglich sollte die Straße sogar mit elektrisch versenkbaren Pollern ausgestattet werden – so hatten es Umweltbehörde und Bezirk beschlossen.
Doch die Poller waren wohl doch zu teuer – und nach Auskunft des Bezirksamts Altona zudem ungeeignet. „Anstelle der elektrisch versenkbaren Poller gibt es Schranken, weil erstere nicht vereinbar mit dem Überflutungsgebiet sind“, sagt Sprecherin Kerstin Godenschwege. Die Schranken sperren allerdings nur die kurze Strecke zwischen der Einmündung Falkensteiner Weg und dem Wasserwerk ab – dort, wo Bufo bufo regelmäßig in großer Anzahl über die Straße hüpft.
Einige Anwohner finden die Maßnahme daher nicht besonders gut gelungen: „Ich fürchte, es wird sich nicht viel an der Verkehrssituation ändern“, sagt Nachbar Benjamin Harders, Mitglied im Naturschutzbund Deutschland (NABU). Ähnlich Henrik Strate, verkehrspolitischer Sprecher der SPD Altona: „Ganz zufrieden bin ich nicht mit dieser Regelung. Poller wären sicher besser gewesen.“
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