Emily hatte die besten Argumente

Emily Philippi (14, l.) vom Christianeum wusste zu überzeugen. Sie setzte sich auch gegen Larissa Cosyns, 15, vom Gymnasium Allermöhe durch. (Foto: cvs)

14-jährige Schülerin aus dem Christianeum gewinnt den ersten Preis bei „Jugend debattiert“

- Chr. v. Savigny - Zu Beginn konnte es die Preisträgerin selbst kaum fassen: „Die waren doch alle viel besser als ich“, flüsterte Emily Philippi (14), als ihr Name im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses aufgerufen wurde. Beim diesjährigen Landeswettbewerb von „Jugend debattiert“ erreichte die Schülerin des
Christianeums den ersten Platz in ihrer Altersgruppe der Klassen acht bis zehn. Der Lohn: Zusammen mit dem Zweitplatzierten und den beiden besten „Argumentierern“ der Oberstufe darf Emily Anfang Juli nach Berlin reisen, um im Bundesfinale anzutreten. Als Dreingabe bekommen die vier Teilnehmer ein professionelles Rhetorikseminar geschenkt.
Diskutiert hatten Emily und ihre Mitstreiter über die Frage, ob Fußballvereine härter für Ausschreitungen ihrer Fans bestraft werden sollten. Das Thema war bereits zehn Tage zuvor bekannt gegeben worden. Ob sie die Pro- oder die Kontraseite übernehmen würden, erfuhren die Teilnehmer allerdings erst direkt vor Beginn der Veranstaltung. Emily sprach sich gegen Bestrafung aus. „Ich spiele zwar selbst Fußball, gucke es aber nicht im Fernsehen“, sagt sie. „Deshalb habe ich erstmal ausführlich im Internet nach Infos gesucht und mit anderen über das Thema gesprochen.“
Aus ihrem Elternhaus ist es die Christianeumsschülerin gewohnt, mitreden zu dürfen. „Es macht mir Spaß, meine Meinung zu sagen“, berichtet sie. „Und es macht mir auch Spaß, Recht zu haben“, fügt sie augenzwinkernd hinzu.
In der Gruppe der Schüler der Klassen 11 bis 13 erreichte Leonie Müller-Jensen vom Gymnasium Hochrad einen guten dritten Platz. Bei der Frage „Soll die NPD verboten werden?“ argumentierte die Abiturientin dagegen. Zur Vorbereitung hat die 18-Jährige viel Zeitung gelesen und das Grundgesetz studiert. „Je mehr man sich mit einem Thema beschäftigt, desto schwerer fällt es, sich für eine Position zu entscheiden“, sagt sie.
Am Wettbewerb beteiligen sich bundesweit rund 135.000 Schüler und 5.500 Lehrer an über 800 Schulen.
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