Eltern wütend auf Politiker

Protest auf der Zuschauertribüne: Rissener Eltern wollen in der Frage des Standortes der Stadtteilschule mehr Mitspracherecht haben. (Foto: ch)

Rissener protestieren gegen Ansiedlung der Stadtteilschule am Gymnasium Vosshagen

ch. handke, altona - Tumult im Altonaer Rathaus: Auf der Zuschauertribüne protestierten Rissener Eltern gegen Pläne der Schulbehörde. Richtig wütend wurden sie, als die regierende Koalition aus GAl und SPD in der Altonaer Bezirksversammlung keine Hilfe in Aussicht stellte.
Worum gehts? Rissen soll einen Ableger der Stadtteilschule Blankenese erhalten. Diese platztaus allen Nähten - auch deswegen, weil viele Rissener Schüler sie besuchen. In Rissen gibt es zwei mögliche Standorte für eine Stadtteilschule: das Gelände des Gymnasiums Vosshagen und das Gelände der Schule Iserbarg. Die Schulbehörde hat festgestellt: Die Stadtteilschule am Gymnasium anzusiedeln geht leichter und kostet weniger.
Rissener Eltern wollen das verhindern. Ihrer Meinung nach ist die Fläche zu klein, um zwei eigenständige Schulen darauf unterzubringen. Die CDU-Bezirksabgeordnete Dr. Kaja Steffens teilt diese Meinung: „Der Senator hat selbst gesagt:‘Die Schulen sollen eigene Identität bewahren.’ Wie soll das gehen? Da kann man doch gleich eine Schule machen!“
Astrid Juster (SPD) sieht das anders. Erstens sei man in Altona gar nicht zuständig: „Sie sind im falschen Rathaus!“ Standortentscheidungen für Schulen würden im Bezirk nicht getroffen. Und ein Schulprofil ergebe sich aus den Inhalten einer Schule, nicht aus ihrem Standort. SPD-Fraktionschef Thomas Adrian unterstützte: „Stadtplanerisch gibt es keinen Grund gegen den Standort am Gymnasium Vosshagen, es ist die billigere und bessere Variante.“
Die Pfiffe und Buhrufe von der Zuschauertribüne waren zu viel für GAL-Frau Gesche Boehlich, die den Eltern eine „Benimmschule“ empfahl und den Rissenern Standesdünkel vorwarf: „Wenn Eltern glauben, ein Profil wird nicht herausgearbeitet, nur weil Stadtteilschüler und Gymnasiasten dieselben Räume benutzen, zeigt das schon, in welche Richtung die Reise geht - in die falsche!“
Am 1. Februar soll im Hamburger Rathaus eine endgültige Entscheidung zum Standort der Stadtteilschule in Rissen fallen.
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