Eine tragische Liebe am Elbhang

Nachwuchsautorin Stephanie Pinkowsky schreibt, seit sie neun Jahre alt ist. (Foto: pr)

Stephanie Pinkowsky schreibt mit Leidenschaft – ihr erster Roman „Seelensplitter“ spielt zum großen Teil in Blankenese

Von Gaby Pöpleu

Die Geschichte geht vielversprechend los: Helene ist strahlend schön und schwärmt für Mark. Und das schon seit frühester Jugend. Doch Mark, der gutaussehende und charismatische Geschäftspartner ihres Onkels, ist gelangweilt vom Eheleben, als er sich mit der jungen Frau einlässt. Der Leser ahnt es: Die Geschichte „Seelensplitter – zwischen Schuld und Begehren“, erdacht von der Hamburger Nachwuchsautorin Stephanie Pinkowsky (24) und zum großen Teil in Blankenese angesiedelt, kann nicht gut ausgehen ...

Vom „Flow“ erwischt
Die großen Gefühle haben es Stephanie Pinkowsky angetan. „Meine Inspiration führte ich in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele“, sagt sie – erstaunlich bei einer so jungen Frau, von der man vor allem Lebensfreundliches erwarten würde, vielleicht einen schönen, leidenschaftlichen Liebesroman. „Sollte es auch werden“, sagt die gelernte Bürokauffrau. Aber sie folgte dann ihrem Gefühl beim Schreiben. „Mich hat der Flow, mein größter Schreibfluss, im Sommer 2014 voll erwischt.“ Monatelang sei sie wie ein Roboter durch die Gegend gelaufen, dachte nur noch an die Geschichte, habe 24 Stunden in ihr gelebt, sagt Stephanie Pinkowsky. „Es war wunderbar!“
Schon seit ihrem neunten Lebensjahr, als sie den ersten Computer bekommen hatte, schreibt die Nachwuchsautorin, tippte im Kinderzimmer eine Geschichte nach der anderen. Das Ziel: Sie wollte unbedingt Autorin werden. Auf dem Gymnasium gewann sie dann auch mehrere Schreibwettbewerbe. Derart motiviert folgte „ihr größter Fehler“, wie sie heute sagt: „Das besiegelte Schicksal“, ein längeres Werk, dessen Druck ihr Vater bezahlte. Mit dem Buch des damals elfjährigen Mädchens möchte sie heute lieber nichts mehr zu tun haben.

Ein Befreiungsschlag
Vier unveröffentliche Manuskripte folgten, geschrieben neben Ausbildung und Beruf. Für das Schreiben hat sie inzwischen sogar ihren Job in einer Anwaltskanzlei gekündigt. Ist das nicht riskant? „Es war für mich ein Befreiungsschlag“, sagt Pinkowsky, „Ich möchte mich jetzt voll und ganz als Autorin verwirklichen.“
Pinkowskis Heldin im Buch gelingt das eher nicht: Helene macht zwar eine beeindruckende Film- und Fernsehkarriere und lässt sich wohlsituiert in Blankenese nieder, doch ihre Tochter Katja hat sie zurückgelassen. Und das Kind entwickelt immer mehr Züge einer seelischen Störung, steuert auf eine Katastrophe zu ...

Das Buch
Seelensplitter – zwischen Schuld und Begehren,
von Stephanie Pinkowsky
290 Seiten
Taschenbuch
Pro Business Verlag
12,90 Euro
ISBN 978-3-86460-347-1

www.stephanie- pinkowsky.de
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