Eine Frau soll Blankenese auf Vordermann bringen

Dominique Charlotte Breier ist Blankeneses Quartiersmanagerin, vorerst für ein Jahr. Weitere zwei Jahre sollen folgen. Foto: rs

Quartiersmanagerin Dominique Charlotte Breier hat das ehemalige Fischerdorf
bereits wissenschaftlich durchleuchtet

Von Reinhard Schwarz. Sie hat noch kein Büro - aber viele Ideen: Dominique Charlotte Breier ist Blankeneses neue Quartiersmanagerin. Ihr Auftrag: Blankenese wieder nach vorn zu bringen. Anfang Juli hat die 26-Jährige ihren Job angetreten. „Ich werde erstmal viele Gespräche führen: mit Geschäftsleuten, mit der Politik, mit Vereinen und Institutionen“, umreißt sie ihre nächsten Schritte. „Für mich ist zu Beginn als Projekt vor allem eine bessere Vermarktung Blankeneses in digitaler sowie in Printform für die Bürger und Touristen sehr wichtig.“ Die Soziologin und Stadtplanerin Breier geht mit der Unbefangenheit der Newcomerin ans Werk, legt den Finger in die Wunden und benennt die Defizite.
Thema Marktplatz: „Der Markt ist toll, aber als Parkplatz leider trist, dabei birgt die Fläche unheimlich viel Potenzial.“ Thema Verkehr: „Den Autoverkehr in der Bahnhofstraße sehe ich als Problem, alles ist extrem vollgeparkt.“
Thema Einzelhandel: „Eine Aufgabe wird es sein, den Einzelhandel vor Ort zu stärken. Das ist eines der Hauptziele des ökonomischen Quartiersmanagements.“ Sie sieht auch die Stärken des Stadtteils: „Das Treppenviertel, der Süllberg: Das sind schon Qualitäten, gerade in touristischer Hinsicht.“
Die Neu-Hamburgerin, sie lebt in Bambek-Nord, hat damit die wohl nötige räumliche Distanz zu ihrem neuen Wirkungskreis. Breier stammt aus dem Rhein-Neckar-Gebiet: „Aus einem kleinen Ort bei Mannheim.“ Schon während ihres Studiums führte sie Besucher über die Internationale Bauausstellung in Wilhelmsburg. Blankenese hat die schlanke 26-Jährige bereits wissenschaftlich durchleuchtet. „Ortskern Blankenese - Eine Entwicklungsperspektive“, lautet der Titel einer Untersuchung, an der sie beteiligt war.
Eines ist klar: Die Aufgabe Breiers wird nicht leicht sein. An Selbstbewusstsein scheint es ihr nicht zu mangeln. Das wird sie wohl auch brauchen, denn zu viele Interessen wollen berücksichtigt sein. Ihre Grenzen scheinen ihr wohl bewusst zu sein, wenn sie formuliert: „Ich kann Empfehlungen geben, mit den Leuten reden.“
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