Ein Zementsack als Accessoire

Fünf der insgesamt 18 Macher von „Cement-Label“: Yannick Carvill, Till Grewe, Moritz Conradi, Finn Hümmer und Benedikta Schlange (v. l.). (Foto: tri)

Christianeum-Schüler machen aus Abfall trendige Smartphone- und Tablethüllen

von M. Tripmaker, Othmarschen - Abklopfen, absaugen, abwischen, zusammennähen: Die 18 Schülerinnen und Schüler des Kurses Wirtschaftspraxis am Gymnasium Christianeum mussten kräftig anpacken, bevor aus staubigen Zement-säcken Schutzhüllen für Handys und Ipads wurden. Die ersten 50 Exemplare standen auf dem Weihnachtsbasar der Schule hoch im Kurs.
Die Accessoires produzierten die Zehntklässler im Rahmen des Juniorwettbewerbes. Ziel war es, ein eigenes Unternehmen mit Produktion auf die Beine zu stellen. „Ein Mitschüler hatte dann die Idee mit den Tablet-Hüllen, die er im Urlaub in Südafrika entdeckt hatte“, sagt Benedikta Schlange. Schnell war die Firma „Cement Label“ inklusive der Abteilungen Vorstand, Marketing, Finanzen, Verwaltung und Produktion gegründet.
„Zunächst haben wir nach den Sommerferien eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, die eindeutig positiv ausfiel. Also konnten wir dann Baufirmen kontaktieren“, erzählt Finn Hümmer. Wenige Wochen später ging es an die aufwendige Reinigung der eingetroffenen Säcke. Und schließlich mussten die besten Stücke mit möglichst interessanten Motiven herausgeschnitten werden. Vorteil der Zementsäcke: Sie sind wasserdicht und bieten von daher auch für teure Smartphones einen optimalen Schutz.
Zum Abschluss der Produktionskette kam es dann auf das Geschick der Näher an - sie kleideten die Schutzhüllen innen mit edlem Stoff aus. „Je nach Übung dauerte das ein bis eineinhalb Stunden“, so Benedikta Schlange.
Vergangene Woche dann der große Auftritt des „Cement Label“ auf dem sehr gut besuchten Weihnachtsbasar des Christianeums. Ipad-Hüllen kosteten 15 Euro, die für Smartphones acht Euro. Die Resonanz war positiv, „viele Kunden fanden unsere Idee sehr innovativ und wir haben fast alles verkauft“, so Benedikta Schlange.
Noch bis zum Sommer sollen die schicken Accessoires weiter produziert und bei verschiedenen Anlässen angeboten werden. Läuft alles so positiv weiter, wollen die Schüler prüfen, ob sie die Hingucker nicht auch in Szene-Läden in der Schanze vermarkten können.
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