Ein Orden für Ute Nerge

Staatssekretät Stefan Studt ehrte Ute Nerge, Initiatorin und Leiterin des Kinderhospiz Sternenbrücke, mit der Bundesverdienstmedaille am Bande. Foto: Frank Peter

Bundesverdienstmedaille für die Initiatorin und Leiterin des Kinderhospizes Sternenbrücke

Die Diagnose: „Ihr Kind ist unheilbar krank“, ist so etwa das Schlimmste, was Eltern passieren kann. Dieser Tatsache war sich die erfahrene Kinderkrankenschwester Ute Nerge bewusst, als sie 1999 gemeinsam mit dem heutigen Geschäftsführer den Förderverein für das Kinderhospiz Sternenbrücke in Rissen gründete. Ihre Vision, totkranken Kindern in ihrer letzten Lebensphase einen Raum der Würde und der Lebensqualität zu bieten, als Alternative zur kühlen, klinischen Athmosphäre eines Krankenhauses, setzte sie konsequent um. Für diese große Leistung wurde die 55-Jährige Anfang der Woche mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet.
Durch Spenden und zahlreiche Unterstützer war es ihr möglich, ihre Pläne 2003 in die Tat umzusetzen. Das Kinderhospiz Sternenbrücke wurde eröffnet. In der Zwischenzeit hat Ute Nerge ihre Anstellung als Krankenschwester längst aufgegeben, um sich mit ganzer Kraft für ihr Herzensprojekt einsetzen zu können.
„Heute leitet sie das Hospiz hauptamtlich mit einem Engagement, das erheblich über die berufliche Verpflichtung hinausgeht“, lobte Staatssekretär Stefan Studt bei der Ordensverleihung in der Kieler Senatskanzlei. Jahr für Jahr gelänge es Nerge und ihrem Team 1,75 Millionen Euro Spendengelder einzuwerben, die erforderlich sind, um das Angebot des Kinderhospizes aufrechtzuerhalten.
„Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben“, so lautet wohl Ute Nerges bekanntestes Zitat. Diesem Motto will sie auch in den kommenden Jahren treu bleiben und ihren Schützlingen und deren Familien einen Ort der Liebe, Wärme und Geborgenheit auf der letzten Etappe ihres schweren Weges bieten.
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