Ein neues Hospiz für Hamburgs Westen

Iris Apitz, Annika Liermann, Dr. Andreas Krumbiegel, Klaus-Georg Poehls, Hinrich Westphal, Clarita Loeck, Jörg Wiskemann, Pastor Helmut Plank, Dr. Wolf-Dieter Hauenschild, Renate Iskenius, Hermann Loeck (v.l.) sind die Gründungsmitglieder des Vereins Hospiz Blankenese. (Foto: pr)

Im nächsten Jahr soll es mit dem Bau losgehen.

Von Karin Istel.
Die Behörde hat ihr Okay gegeben, und im nächsten Jahr soll mit dem Bau begonnen werden. In Blankenese, gleich neben der Kirche, wird ein Hospiz errichtet. Vier Millionen Euro muss der Verein Blankeneser Hospiz dafür aufbringen.
Wer heute zwischen Kirche und Gemeindezentrum auf das Grundstück geht, sieht noch nicht viel: Die Bauarbeiten haben noch nicht begonnen. Der Verein Blankeneser Hospiz musste erst den Bauvorbescheid der Behörde abwarten. Dieser liegt nun vor. „Es kann im
nächsten Jahr losgehen“, freut sich Clarita Loeck. Sie ist die
Erste Vorsitzende des Trägervereins Blankeneser Hospiz.
In der Godeffroystraße 29 wird der Anbau an das bereits bestehende Ärztehaus entstehen. Auf 600 Quadratmetern werden zehn Zimmer für sterbende und schwerkranke Menschen, Zimmer für Angehörige und ein Raum der Stille eingerichtet werden. Wichtig ist es Clarita zu betonen: „Das Hospiz ist für den gesamten Hamburger Westen.“
Das Hospiz wird „ein ausgewogenes, christliches Konzept“ umsetzen, so Loeck. Es wird nach der Emmaus-Erzählung im Neuen Testament benannt werden. Der auferstandene Jesus begleitet zwei Jünger auf ihrem Weg von Jerusalem nach Emmaus, doch erst als er beim Abendessen das Brot bricht, erkennen sie ihn. „Die Art und Weise, mit der sich Jesus den trauernden Jüngern nähert, ist ein gutes Vorbild für unseren Umgang mit den Kranken und ihren Angehörigen“, sagt Annette Hecker. Sie bildet die Ehrenamtlichen aus, die zukünftig die Schwerstkranken im Hospiz begleiten werden.
Derzeit gibt es noch keinen Protest gegen das Hospiz aus der Bevölkerung. „Ich hoffe, dass die Blankeneser so tolerant und klug sind, dass sie ein Haus mit zehn schwerkranken Gästen eher als Chance und christliche Aufgabe begreifen“, hofft Pastor Helmut Plank, der dem Hospizverein angehört.
Zur Umsetzung des Projektes braucht der Verein insgesamt vier Millionen Euro. Mittlerweile sind 1,5 Millionen bereits gespendet worden.
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