DRK zieht ins Wichmannhaus ein

Die DRK-Sozialstation Eimsbüttel bietet im Wichmannhaus in Eidelstedt-Nord Betreuung und Therapie für Demenzkranke an. (Foto: pr)

Arbeitslosenprojekte und Demenzpflege: Ehemaliges Nachbarschaftszentrum ist neu vermietet

- von Carsten Vitt, Eidelstedt - Immer mal was Neues im Wichmannhaus: In dem ehemaligen Nachbarschaftszent-rum im Hörgensweg 59e gaben sich in den letzten Jahren die Mieter die Klinke in die Hand. Häufig gab es Streit. Nun ist die Beschäftigungsgesellschaft SBB Kompetenz mit Arbeitslosenprojekten Mieter. Das Deutsche Rote Kreuz zieht demnächst mit einer Tagespflege für Demenzkranke ein.
Die DRK-Sozialstation Eimsbüttel bietet in Eidelstedt-Nord 20 Plätze für Menschen mit Demenz. Die Erkrankten, meist Senioren, können in ihrer gewohnten Umgebung leben und tagsüber im Hörgensweg verschiedene Angebote wahrnehmen – Therapien, Gedächtnis- und Konzentrationstraining sowie Aktivitäten in kleinen Gruppen. Die Tagespflege ist montags bis sonnabends von 8.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. Zudem ist der Aufbau einer Angehörigengruppe geplant. Derzeit werden die gut 360 Quadratmeter großen Räume behindertengerecht umgebaut, Ende April soll Eröffnung sein.
Einen anderen Teil des Wichmannhauses belebt seit Anfang des Jahres SBB Kompetenz. Die Beschäftigungsgesellschaft bietet Projekte für Langzeitarbeitslose an, um diese wieder für einen regulären Job zu qualifizieren. SBB betreut in Eidelstedt 25 Ein-Euro-Kräfte. Im Wichmannhaus wird unter anderem die Tauschbörse für Kleider, Bücher oder CDs betrieben. Zudem kann dort von Nachbarn ein Gemeinschaftsraum gemietet werden. SBB führt damit teilweise Projekte der Hamburger Arbeit (hab) fort. Diese
Beschäftigungsgesellschaft betrieb bis Ende 2012 das Wichmannhaus als Nachbarschaftszentrum, in dem Langzeitarbeitslose neue Aufgaben übernehmen konnten. Weil massiv Gelder für solche Projekte gestrichen wurden, zog sich die hab schließlich aus Eidelstedt zurück.
Das Wichmannhaus war ehemals ein Supermarkt. 1991 wurde der Treff gegründet, es gab dort auch mal eine Kita, einen Jugendclub sowie Mieterberatung. Die Beschäftigungsgesellschaft Einfal betrieb das Haus ab 2005, später übernahm die Hamburger Arbeit. Eigentümer und Vermieter ist die Saga/GWG.
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