Drittes Museum im Jenisch-Park

Kultursenatorin Barbara Kisseler bei der Übergabe der Patenschaftsurkunde an die Stiftungsvorsitzenden Peter Silze (l.) und Dirk Justus. (Foto: cvs)

Eduard-Bargheer-Museum soll 2013 eröffnet werden

Christopher v. Savigny, Klein Flottbek
Der Jenischpark bekommt ein drittes Museum: Neben dem Jenisch-Haus, in dem man hanseatische Wohnkultur besichtigen kann, und dem Ernst-Barlach-Haus, das eine Kunstsammlung beherbergt, soll bis 2013 ein Museum mit den Werken Eduard Bargheers entstehen.
Der 1901 in Finkenwerder geborene Künstler hinterließ seiner Heimatstadt bei seinem Tod 1979 weit über 1.000 Aquarelle, Grafiken, Zeichnungen und Schriftstücke, die seither nur selten gezeigt werden konnten. Untergebracht wird das neue Eduard-Bargheer-Museum im ehemaligen Gebäude des Gartenbauamts, das sich im äußersten Nordwesten des Parks befindet. Zudem soll das benachbarte Gewächshaus zu einem Parkcafé umgebaut werden.
Betrieben wird das Ausstellungsgebäude von der neu ins Leben gerufenen Stiftung Eduard-Bargheer-Museum. „Schon als wir 1979 das Erbe Eduard Bargheers angetreten hatten, war es unser sehnlichster Wunsch, dass es eines Tages in Hamburg ein Haus geben würde, das seinen Nemen trägt und das dauerhaft eine Sammlung seiner schönsten Werke ausstellt“, sagt der Stiftungsvorsitzende Dirk Justus.
Die Kosten für Renovierung und Umbau liegen bei zwei Millionen Euro. Die Hälfte der Summe übernimmt die Hermann-Reemtsma-Stiftung, die bereits das Barlachhaus unterhält. Um die restlichen 50 Prozent abzudecken, hat die Stiftung einen „matching fund“ gegründet: Dies bedeutet, dass sie zu jedem eingesammelten und gespendeten Euro einen weiteren Euro hinzugibt.
Kultursenatorin Barbara Kisseler übernahm für ein Jahr die Patenschaft für das Museum. „Es ist ein Glücksfall für Hamburg, dass die Stiftung über eine Vielzahl wichtiger Werke Eduard Bargheers verfügt“, so Kisseler.
Bargheer hatte von den 20ern bis in die 70er Jahre hinein eine Vielzahl von Kunstwerken produziert, die unter anderem in Zentralafrika und auf Ischia, seiner italienischen Wahlheimat, entstanden. Bekannt ist er vor allem für seine Landschaftsaquarelle. Mit den Bauarbeiten im Jenischpark soll es nächstes Jahr losgehen. Die Betreiber wollen ein Kombiticket für die dann drei Museen im Park anbieten.
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