Drei weitere EHEC-Fälle

Nachdem sich der elfjährige Hannes mit EHECangesteckt hatte, wurde das Gymnasium Blankenese sofort desinfiziert. (Foto: ch)

Blankenese:Erreger wurde bei einem Kleinkind, einem Gymnasiasten und einer 68-Jährigen nachgewiesen

Blankenese - Seit dem Tod der kleinen Sophie vor zwei Wochen haben sich drei weitere Personen mit dem EHEC-Erreger angesteckt ­– und zwar wieder in Blankenese. In Lebensgefahr schwebt keiner der Erkrankten.
Noch vor den Ferien erkrankte der elfjährige Hannes aus der sechsten Klasse im Blankeneser Gymnasium an EHEC. Doch er musste nicht im Krankenhaus behandelt werden, leidet nicht unter der Folgekrankheit HUS (Hämolytisch-urämisches Syndrom), die zum tödlichen Nierenversagen führen kann. Mittlerweile geht es Hannes schon wieder besser.
Die Schulleitung reagierte sofort und ließ die Schule desinfizieren. Zur Sicherheit sollten die 854 Schüler erst einmal zu Hause bleiben. Direktorin Ingrid Herzberg informierte die Eltern.
Dennoch haben viele Eltern Angst, die Krankheit könnte sich ausbreiten:Denn Hannes jüngere Schwester besucht die örtliche Gorch-Fock-Schule. Dort war auch Sophie Schülerin, die vor zwei Wochen an Nierenversagen durch HUS starb. Doch Hannes Schwester ist nicht infiziert.
Ebenfalls erkrankte ein dreieinhalbjähriges Kita-Kind in Blankenese und eine 68-jährige Frau aus Othmarschen an EHEC. „Es geht allen verhältnismäßig gut“, versichert Rico Schmidt, Pressesprecher der Gesundheitsbehörde.
In unmittelbarer Nähe zum Gymnasium Blankenese liegt die Bugenhagenschule. Die Kinder kennen sich, haben einen gemeinsamen Schulweg. Wurde vorsorglich auch diese Schule desinfiziert?„Es gibt keinen Anlass und deshalb auch keine fachliche Anweisung“, so Rico Schmidt.
Jetzt suchen die Spezialisten des Gesundheitsamtes, wo sich die Kinder mit dem Erreger angesteckt haben könnten. „Das werden wir wohl nie erfahren“, so Schmidt. Je mehr Zeit vergehe, desto unwahrscheinlicher sei es, die Erreger-Quelle zu finden.
Ob die EHEC-Gefahr mittlerweile gebannt ist, weiß man noch nicht. Aber: „Glücklicherweise gab es übers Wochenende keine neuen Fälle“, ist Rico Schmidt von der Gesundheitsbehörde erleichtert.
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