Drei Tage wurde bei „Stamp“ gefeiert

Halb Mensch, halb Schlange: Die Teilnehmer des Stamp-Parade hatten fantasievolle Kostüme entworfen. (Foto: rs)

Aber der Veranstalter kritisiert mangelnde Unterstützung durch die Geschäftsleute an der Großen Bergstraße

von Reinhard Schwarz, Altona-Altstadt - Ein Feuerwerk der Kreativität: Drei Tage Stamp in der Großen Bergstraße brachten sogar die gewohnt mürrisch dreinbli-ckenden Hanseaten dazu, ab und zu ein Lächeln anzuschalten. Während der Stamp-Parade am Sonntag zogen Dutzende Karnevalsgruppen an den Zuschauern in der Großen Bergstraße vorbei – als Alien verkleidet, auf Stelzen, ganz in Weiß oder in sehr knappen Bikinis. Dazu trommelten zahlreiche Samba-Kapellen und sorgten für eine fast schon ausgelassene Stimmung. Nach Angaben der Veranstalter kamen rund 300.000 Besucher zum dreitägigen Festival.
Das Wetter spielte mit, und der ganze Bereich östlich des Altonaer Bahnhofs verwandelte sich von Freitag bis Sonntag in eine Partymeile. Mit von der Partie waren auch viele Straßenkünstler und Zirkus-Amateure wie etwa die „Rotznasen“, die jonglierend an den Menschenmassen vorbeizogen. Den Besuchern, auch den von außerhalb, gefiel’s offenbar. „Ich bin ganz überrascht von der Musik und den Kostümen. Die haben sich unheimlich viel einfallen lassen“, sagte Erika von den Hil aus Pinneberg.
Dennoch ziehen dunkle Wolken über die Zukunft des Festivals auf. Denn Stamp – ursprünglich hervorgegangen aus der Altonale – stand noch vor wenigen Monaten auf der Kippe. Es fehlte Geld zur Finanzierung des Festivals. In letzter Minute sprang das Bezirksamt ein, sonst wäre das Fest ins Wasser gefallen.
Die Organisatoren überlegen daher laut, ob das Festival zukünftig noch im Bereich der Großen Bergstraße stattfinden soll. Die rund 100 Geschäftsleute in der Großen Bergstraße hätten sich nicht an der Finanzierung von Stamp beteiligt, so die Kritik von Altonale-Geschäftsführer Manfred Pakusius, zugleich auch Veranstalter von Stamp: „Nur allein durch die Unterstützung der Bezirkspolitik und das enorme ehrenamtliche Engagement lässt sich das Festival in Zukunft nicht finanzieren. Aus unserer Sicht ist Stamp das Festival für Straßenkünste in Hamburg und als solches auch an einem anderen Standort denkbar.“
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