Die Waitzstraße soll schöner werden

Ein BID für die Waitzstraße: Andree Schattauer, Altonas Referent für Wirtschaftsförderung (l.), mit Bezirksamtsleiterin Liane Melzer und dem Flottbeker BID_Beauftragten Frank Haartje. (Foto: cvs)

Flottbeker Geschäftsleute bringen „Business Improvement District“ auf den Weg.

Von Christopher von Savigny.
Harburg hat einen, ebenso Eimsbüttel sowie St. Pauli mit der Reeperbahn: Jetzt bekommt auch die Waitzstraße in Groß Flottbek ihren eigenen „Business Improvement District“ (BID): Im Altonaer Rathaus übergab am Montag der Leiter des Flottbeker BID-Lenkungsausschusses, Frank Haartje, die offiziellen Antragsunterlagen an Bezirksamtsleiterin Liane Melzer.
Das geplante Zweckbündnis mit der Bezirksverwaltung verpflichtet die lokalen Grund-stücksbesitzer dazu, sich finanziell an Baumaßnahmen und Verschönerungen in der Waitzstraße und am Beselerplatz zu beteiligen. Im Gegenzug soll die Flottbeker Einkaufsstraße attraktiver werden.
Hintergrund für die sogenannte „Public Private Partnership“ ist die traurige Ent-wicklung, die die Waitzstraße in den letzten Jahren genommen hat: Die Pflasterung ist in die Jahre gekommen, etliche Bäume sind beschädigt. Der Einzelhandel leidet unter der starken Konkurrenz durch das ELBE Einkaufszentrum. Für negative Schlagzeilen hatten zuletzt mehrere Autofahrer gesorgt, die mit ihrem Wagen in Schaufenster gefahren waren – offenbar, weil sie beim Ausparken Gas- und Bremspedal verwechselten. Abhilfe sollen künftig massive Bänke schaffen, die zwischen den Parkbuchten und dem Bürgersteig aufgestellt werden. 23 der insgesamt 161 Kfz-Stellplätze werden laut Planung abgeschafft, dafür entstehen 200 Fahrradparkplätze. Weiterhin soll der Platz in der Mitte der Waitzstraße – dort befindet sich ein S-Bahn-Eingang – so aufgehübscht werden, dass er zum Verweilen einlädt. Die rote Fahrbahnmarkierung wird über die Kreuzung Reventlowstraße bis zum Beselerplatz verlängert. Laut Planung beginnen die Bauarbeiten in diesem Herbst.
Für das drei Jahre laufende BID-Projekt müssen 34 Grundstücksbesitzer insgesamt 640.000 Euro aufbringen – der Bezirk gibt noch einmal 700.000 Euro hinzu. Gegner der Maßnahme haben noch etwa zwei Monate Zeit, Einspruch zu erheben. Nur falls mindestens ein Drittel der Betroffenen Protest einlegt, wird die Sache abgeblasen. Im Moment sieht es nicht danach aus: „Wir hatten bisher erst einen Besitzer, der gesagt hat, er will sich das nochmal überlegen“, berichtet Haartje. Über die Initiative der lokalen Geschäftsleute freut sich auch die Bezirksamtsleiterin: „Die Waitzstraße gehört zu den schönsten Straßen Hamburgs“, so Melzer. Auch wenn diese in letzter Zeit „ein wenig an Glanz verloren“ habe.
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