Die Waitzstraße soll aufgehübscht werden

Die Waitzstraße und der benachbarte Beselerplatz sollen attraktiver werden. (Foto: st)

IGWaitzstraße möchte BID einrichten lassen: Grundeigentümer müssten sich dann finanziell an der Verschönerung beteiligen

Die Waitzstraße und der benachbarte Beselerplatz sollen für Kunden noch attraktiver werden. Denn die Einkaufsstraße muss sich gegen die nahegelegene Konkurrenz behaupten
„Die Waitzstraße ist die wichtigste Geschäftsstraße der Stadtteile Othmarschen und Groß Flottbek. Ergänzt wird das Angebot um Geschäfte am benachbarten Beselerplatz“, sagt Melanie Krey, Erste Vorsitzende der Intergessengemeinschaft (IG)Waitzstraße. Doch die Konkurrenz ist groß. Das Elbe Einkaufszentrum und viele große Supermärkte sind mit dem Auto gut zu erreichen. „Die Geschäfte haben mit Sicherheit Probleme mit ihren Umsätzen“, vermutet der SPD-Politiker Wolfgang Kaeser.
Um mit den Großen mithalten zu können, soll die Waitzstraße jetzt aufgehübscht werden. Der kleine Platz vor dem Eingang zur S-Bahn soll mit Bänken ausgerüstet, neue Bäume gepflanzt und die Beleuchtung heller werden. „Außerdem soll man nicht gleich etwas zahlen müssen, wenn man in der Waitzstraße parkt. Es soll leichter werden, hier kurze Besorgungen zu machen“, so Krey.
Doch wer soll das alles bezahlen? Damit es keine „Trittbrettfahrer“ gibt, will die IGWaitzstraße das Gebiet zu einem Business Improvement District (BID) erklären lassen. Dann werden die
Kosten unter den Grundeigentümern aufgeteilt. „Alle, die finanzieren, profitieren auch davon“, so Krey.
Ob die Waitzstraße ein BID wird, ist derzeit noch ungewiss. Erst einmal muss ein Katalog erstellt werden, was gemacht werden soll und wie teuer alles voraussichtlich werden wird. Dann müssen alle Grundeigentümer angeschrieben werden. „Wir kennen noch nicht alle Grundeigentümer, da es einige Pächter hier gibt“, so Krey.
„Wir ermitteln die
Eigentümer aus dem Grundbuch und schreiben sie an“, versichert Kerstin Godenschwege, Pressesprecherin des Bezirksamtes Altona. Sollten weniger als ein Drittel der Grundeigentümer das Konzept ablehnen, wird alles wie geplant umgesetzt.
„Die Erfahrung zeigt, dass es ein bis zwei Jahre dauert, bevor ein BID in Kraft treten kann“, so Heiner Schote von der Handelskammer Hamburg.


Hintergrund: Was ist ein BID?
Bei einem „Business Improvement District“ (BID) wird jeder Grundeigentümer eines bestimmten Gebietes drei Jahre lang zur Kasse gebeten. Mit dem so eingenommenen Geld sollen Maßnahmen zur Verbesserung des Umfeldes - hier: der Waitzstraße und des Beselerplatzes - finanziert werden. Die Kosten pro Grundeigentümer sind abhängig vom Wert der Immobilie.
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