Die Waitzstraße 22 wird umgebaut

Adda Erxleben, Inhaberin des gleichnamigen Damenmodegeschäftes, begrüßt ihre Kundinnen immer mit einem Lächeln.

Adda Erxleben-Kruse, die Mitgründerin der IGWaitzstraße, wird vor den Bauarbeiten ihr Geschäft aufgeben und in den Ruhestand gehen

Die Waitzstraße verändert ihr Gesicht:Adda Erxleben gibt ihr gleichnamiges Geschäft mit Damenmoden auf. Das Haus mit der Nummer 22, in dem ihr Geschäft ist, wurde verkauft. Der neue Besitzer will es jetzt umfassend renovieren. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Frühling beginnen. Die drei Läden an der Hausfront hätten während der Bauarbeiten ausziehen und die Waren einlagern müssen, um dann in die neuen Räume zurückzukommen und wieder alles neu zu arrangieren. „Das wurde mir ein bisschen zu viel. Ich bin jetzt in einem Alter, da kann man ans Aufhören denken“, so Adda Erxleben. „Und das werde ich spätestens Ende März auch tun.“ Die 68-Jährige ist nicht nur langjährige Geschäftsfrau, sondern auch Gründungsmitglied der Interessengemeinschaft (IG)Waitzstraße.
Adda Erxleben-Kruse, wie sie mit vollem Namen heißt, lag die Waitzstraße sehr am Herzen. Seit sich 1982 die IGWaitzstraße zuerst als loser Zusammenschluss der Geschäftsleute und zwei Jahre später als Verein formierte, wurde sie deren Vorsitzende - und schuf das unverwechselbare Ambiente der Straße mit. „Wir haben die Straße zu dem gemacht, was sie heute ist.“
Als Vorsitzende setzte sich Adda Erxleben gegen den anfänglichen Widerstand der Behörden für die Bepflanzung des Bürgersteiges mit Bäumen ein. „Wir stifteten 72 Kugelakazien zu je 90 Mark. Und dann sollten wir noch 15.500 Mark für die Einpflanzung zahlen. Das konnten und wollten wir nicht. Nach zahlreichen Protesten hat uns das Gartenbauamt dann die Hälfte der Summe erlassen“, erinnert sie sich an die Auseinandersetzungen.
Großes Aufsehen erregte auch das Anmalen der Fahrbahn mit roter Farbe. „Alle 110 Fachgeschäfte lagen ab September 1996 an einer roten Straße. Seitdem rollen wir unseren Kunden einen roten Teppich aus, denn die rote Farbe ist auch heute noch zu sehen“, so Erxleben.
Voraussichtlich im März wird sie ihr Geschäft für Damenmoden nach zwölf Jahren an diesem Standort schließen. „Ich werde mehr Zeit mit meinem Mann und meiner großen Familie verbringen, segeln und mich um unser Haus an der Schlei und den großen Garten kümmern. Langeweile werde ich keine haben“, schaut sie voller Tatendrang auf ihren neuen Lebensabschnitt.
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