Die Toiletten stinken immer noch

Kein schöner Anblick: Alle drei Außentüren der Toilettenanlage - hier des Damenklos - sind mit Graffiti beschmiert. Außerdem brennt tagsüber das Außenlicht. Stromverschwendung!

Rissener Bahnhof: Die WCs sind verdreckt - eine Drogenspritze wurde dort ebenfalls schon gefunden

- Rissen - Wer ein dringendes Bedürfnis verspürt, ist erst einmal froh, dass die Toilette am Rissener Bahnhof geöffnet ist. Doch schon beim Betreten der Räume muss man sich gegen Gestank und so manches mehr wappnen, denn sowohl die Herren- als auch die Damentoilette sind (immer noch) verdreckt.
Kaum hat man die mit Graffiti verschmierte Tür der Damentoi-letten vorsichtig geöffnet, schlägt einem ein bestialischer Gestand entgegen. Frische Luft? Fehlanzeige!
Wer sich zu einer der beiden Kabinen im Damenbereich weiter traut, wird an der ersten Kabine von einer halb demolierten Tür empfangen. Die Toiletten sehen genauso schlimm aus: Bei einer fehlt der Deckel, und die Schüssel ist verdreckt.
Auf Hygiene wird nicht nur bei der Anlage kein Wert gelegt: Der Seifenspender für die Benutzerinnen fehlt ebenfalls. Wenigstens gibt es Papierhandtücher, so dass man sich die Hände nach dem Waschen nicht an der Hose abwischen muss.
„Ich habe hier auch schon eine Spritze gefunden. Schließlich sind die Klos ja rund um die Uhr geöffnet“, sagt eine Anwohnerin.
„Von einem Spritzenfund ist uns nichts bekannt“, so Kerstin Godenschwege, Sprecherin des Bezirksamtes Altona. „Und die Reinigungsfirma schließt die Toiletten zwischen 19.30 und 6.30 Uhr ab.“
Eigentlich sollte seit Ende letzten Jahres die Toilettenanlage vor Sauberkeit nur so glänzen. Damals hatte das Bezirksamt hatte eine neue Reinigungsfirma verpflichtet, an 365 Tagen im Jahr die Klos sauberzumachen. „Dafür bekommt die Firma 566 Euro netto im Monat“, sagt Godenschwege. Welche Firma das genau ist, möchte die Sprecherin nicht sagen.
Warum kontrolliert das Bezirksamt die Toiletten nicht regelmäßig? „Wir haben keine personellen Ressourcen“, sagt Godenschwege. Auf Deutsch: keine Leute. Doch Godenschwege verspricht: „Wir kontrollieren stichprobenartig.“ Hoffentlich wirkt´s!
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Deniz Neder aus Altstadt | 10.11.2015 | 09:38  
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