Die Perlensuche beginnt!

Christian Klippel (r.) war mit seiner Geschichte der erfolgreichste literarische Perlenfischer. Sein Lohn: die Blankeneser Perle. Michael Meisels, Organisator des Slam-Poetrys, freute sich mit dem Gewinner. (Foto: elke frank)

Am Donnerstag, 21. März, steigt der nächste Poetry-Slam „Perlenlese Blankenese“

Blankenese - Michael Meisels fand keinen passenden Ort, seine Geschichten vorzutragen. Kurzerhand ergriff er die Initiative und organisierte selbst einen Poetry-Slam unter dem Motto „Perlenlese Blankenese“.
„Mitmachen kann jeder, der sich traut“, sagt Meisels. Der ehemalige Werbetexter macht Nachwuchsschriftstellern Mut: „Trauen Sie sich ans Mikro! Es wäre doch schade, wenn Texte in der Schreibtischschublade vergammeln würden!“
Beim vergangenen Mal trauten sich bereits acht Autoren, ihr Geschriebenes einem größeren Publikum vorzustellen. Mit Lampenfieber traten sie ans Mikro, begannen ihre Texte mit gepresster Stimme vorzulesen. Doch schon bald war die Anspannung verflogen, und die Lesenden hatten sichtlich Freude, ihre Zuhörer hören zu lassen, was beispielsweise „Dumm gelaufen“ war.
„Wir pflegen hier eine sehr wohlmeinende Art des Slams. Niemand wird per Stoppuhr zum Abbrechen gezwungen, nur, weil eine vorher festgelegte Zeit vorüber sein könnte“, erklärt Meisels. „Jeder kann bis zu zehn Minuten lesen, fünf bis acht Minuten wären ideal. Vorgaben zum Inhalt der Geschichte gibt es natürlich auch keine.“
Von dieser Freiheit machten die Autoren bei der Themenwahl ausgiebig Gebrauch. „Als ich einmal fast berühmt war“ wurde genau so wie die „Sammelwut“ zu Gehör gebracht.
Das Publikum war vom literarischen Mix begeistert, hörte gespannt zu. Nach jedem Beitrag hatten zehn der über 30 Gäste noch eine ganz besondere Aufgabe: Sie waren Juroren.
Das Rennen machte Christian Klippel mit „Audhumbla“. Er konnte die Schmuckperle, die ein örtlicher Schmuckladen gestiftet hatte, nach Hause nehmen.
Warum heißt der Slam-Wettbewerb eigentlich „Perlenlese“, und warum wird eine Perle vergeben? Meisels: „Die Texte werden wie Preziosen behandelt – wie literarische Perlen, die man verstehen und genießen möchte.“
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