„Die Leute werden fast umgerannt!“

Techniker Georg Pohlmann ist genervt: „Die Mauer muss weg! Der Zugang zum Bahnsteig ist viel enger als früher. Im Berufsverkehr herrscht hier Gedränge, man wird fast umgerannt.“

Umbau am S-Bahnhof Sülldorf: der Aufgang zum Bahnsteig wird schmaler

- Sülldorf - Georg Pohlmann ist empört: „Jetzt haben die doch den Aufgang zum Bahnsteig schmaler gemacht als er vorher war!“ Er ist mit dem Umbauarbeiten im S-Bahnhof Sülldorf alles andere als zufrieden. „Die S-Bahnen stadtein- und stadtauswärts kommen fast gleichzeitig an. Im Berufsverkehr herrscht hier Gedränge. Auf dem schmalen Zugang wird man fast umgerannt. Leute mit Gehhilfe haben überhaupt keine Chance“, beklagt er.
Die Umbauarbeiten im Bahnhof Sülldorf sind in vollem Gange. Für 1,5 Millionen Euro wird der Mittelbahnsteig erneuert, neue Wartehäuschen aufgestellt und eine neue Rampe auf den Bahnsteig gebaut. Für die Rampe musste eine neue Stützwand gebaut werden, die dauerhaft den Zugang zum Bahnsteig verschmälern wird. Das bringt Georg Pohlmann so richtig in Rage. „Da gab´s doch schon eine Wand, die hat doch gereicht!“
Früher schon, jetzt nicht mehr. Denn die neue Rampe wird weniger Gefälle haben und deshalb länger sein. Sie braucht eine neue Stützwand. „Die neue Rampe ermöglicht mobilitätseingeschränkten Reisenden einen besseren Zugang zum Bahnsteig“, so Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis.
Die alte Rampe hatte ein Gefälle von 17 bis 18 Prozent, endete an der vorderen Bahnsteigkante. Die neue Rampe hat nur acht bis neun Prozent Gefälle, ragt länger in den Bahnsteig hinein. Und das schafft Probleme: Auf dem Bahnsteig, rechts und links der Rampe, brauchen die Menschen Platz zum Ein- und Aussteigen. „Dafür müssen je Seite 2,12 Meter Breite eingehalten werden“, sagt Meyer-Lovis. Deshalb muss die neue Rampe schmaler sein als es die alte war. „Die Breite der Rampe beträgt 1,90 Meter. Da auf beiden Seiten noch ein Handlauf installiert wird, ist die lichte Breite 1,70 Meter“, räumt Meyer-Lovis ein.
Etwas anderes vermisst ein Bewohner aus der Straße Lütt Iserbrook: „Wird der S-Bahnausgang Richtung Osterfeld eigentlich jetzt auch gebaut? Schließlich wurde er uns ja schon 1955 versprochen!“ Meyer-Lovis macht die Hoffnung zunichte: „Ein neuer Ausgang entspäche einem Neubau. Das ginge nur mit Planfeststellungsverfahren und Ankauf von Grund und
Boden.“  
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1 Kommentar
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Det Rieckhoff aus Sülldorf | 21.08.2013 | 07:43  
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