Die Laster rollen an

So sah es schon vor zwei Jahren aus: Die Rückansicht der Schule Röbbek ist desaströs. Alle drei historische Gebäude sind mit Graffiti beschmiert.

Gelände der Schule Röbbek soll bebaut werden - los geht´s voraussichtlich Mitte 2015

Gross Flottbek - Noch weiß keiner, was genau hinkommt, aber eins ist klar: Das Gelände der Schule Röbbek wird bebaut. Schulgebäude und Halle, die unter Denkmalschutz stehen, müssen jedoch erhalten bleiben.
Wer am Zaun entlang geht, der das Gelände der alten Dorfschule umgibt, sieht ein verrottendes Gelände. Die Gebäude verwittern, das Hinweisschild neben dem Eingang ist verbogen. Wände und Türen sind mit Graffiti verschmiert. Acht Jahre lang ließ die Schulbehörde alles vergammeln. Denn die historischen Gebäude aus den Jahren 1874 bis 1905 wurden für eine mögliche Erweiterung der Grundschule Windmühlenweg bereit gehalten. Das stellte sich jedoch im Februar 2012 als unnötig heraus.
Jetzt soll das etwa 7.600 Quadratmeter große Gelände verkauft und bebaut werden. Es sollen hier zweigeschossige Häuser mit Staffelgeschoss entstehen. Wie viele, ist noch unklar. Ebenfalls soll es einen neuen Spielplatz geben. Schulgebäude samt Halle stehen unter Denkmalschutz und müssen erhalten bleiben. Das wird teuer für den Investor.
Wer hat sich beworben? „Wir nennen die Bieter während eines laufenden Verfahrens grundsätzlich nicht“, so Daniel Stricker. Er ist Pressesprecher der Finanzbehörde, die das Grundstück für die Hansestadt verwaltet. Derzeit liegen der Stadt drei Angebote vor. „Wir werten diese zur Zeit aus“, so Stricker. Ende des Jahres wird die Stadt sich für einen Investor entscheiden. „Ein Baubeginn wird frühestens Mitte 2015 erwartet“, sagt
Stricker.
Bereits jetzt muss die Groß Flottbeker Spielvereinigung (GFSV) in den sauren Apfel beißen: Im Juni wurde ihr die Hallennutzung gekündigt. Turn- und Gymnastik- sowie die Tischtennisabteilung standen kurzfristig vor dem Aus. Sie hatten keinen Platz zum Trainieren und für die Punktspiele. „Uns ist es gelungen, eine Übergangsfrist bis zum Ende des Jahres zu vereinbaren“, sagt der Erste Vorsitzende der GFSV, Klaus Leven, ein wenig erleichtert. Ab Januar können die Abteilungen in anderen Hallen
trainieren.
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