„Die Behörden reden nicht mit uns!“

Arthur, Mia, Fynn und Robert sind nicht gerade von der Aussicht begeistert, ab Sommer weniger Platz zum Toben zu haben. Denn dann muss ihre Kita mindestens ein Drittel der Räume abgeben.

Kita Wichmannstraße muss jetzt Räume abgeben und im Sommer 2014 ausziehen- Eltern fühlen sich nicht informiert

Bahrenfeld - Sie haben das Gefühl, seit November von der Schul- und Sozialbehörde hängengelassen zu werden: die Eltern, deren Kinder die Kita in der Wichmannstraße 31 besuchen. Die Kita, in der 75 Krippen- und Elementar- sowie 45 Hortkinder betreut werden, soll einige Räume an die benachbarte Schule Groß Flottbek zurückgeben, und zwar schon bis zum Beginn der Sommerferien. Sie werden für die Betreuung der Grundschüler gebraucht. Mit dem Start des Schuljahres 2014/15 will die Schule dann auch alle anderen Räume der Kita zurück. Die Kita muss schließen. Aussicht auf einen neuen Standort gibt es bisher nicht. Die Eltern sind komplett verunsichert – und wütend.
„Die Behörden reden nicht mit uns“, sagt Franziska Conrad und rechnet mit den Vertretern der Schule Groß Flottbek sowie der Schul- und Sozialbehörde ab: „Wenn ich eins weiß, dann das: Ich werde mein Kind nie auf die benachbarte Grundschule
schicken. Die bauen doch in keiner Weise Vertrauen zu uns auf.“
Die Schule fordert Räume in ihrem insgesamt 1.000 Quadratmeter großen Gebäude zurück. Dort sollen ab dem neuen Schuljahr die Grundschüler nachmittags betreut werden. „Welche Räume sollen das genau sein? Wir wissen es nicht. Wir können nicht planen. Uns rennt die Zeit davon“, sagt Kita-Leiter Niels Sievers verzweifelt. „Das ist untragbar“, bekräftigt Franziska Conrad.
Das 2.500 Quadratmeter große Außengelände soll zukünftig von Schul- und Kita-Kindern gemeinsam genutzt werden. „Sollen wir einen Zaun ziehen oder was?“, erklärt Sievers sichtlich empört. „Wie stellen sich das die Behörden vor? Mit uns redet doch keiner. Seit Dezember bitten wir um einen Termin“, so Sievers. „Wir werden einfach in Kenntnis gesetzt“, ergänzt Conrad.
„Das ist eine Teilkündigung des Mietvertrages“, sagt Peter Albrecht, der die Aufregung der Eltern nicht versteht. Stefan Vogler vom Träger Elbkinder ergänzt: „Es wird am 27. März eine Begehung mit den Verantwortliche geben. Dann wird geklärt, welche Räume und was vom Außengelände wir zurückgeben werden müssen.“
Wie es ab Sommer 2014 weitergeht, wenn die Kita ganz raus muss, weiß bisher keiner.
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