Dehmel-Haus gerettet

Das Richard-Dehmel-Haus in Blankenese soll durch den Verkauf der „Weißen Villa“ gerettet werden. (Foto: ch)

Großner-Erbe fließt in Stiftung; „Weiße Villa“ wird verkauft, das Dehmel-Haus saniert

Fast ein Jahr lang standen zwei der bekanntesten Hamburger Villen leer:das „Weiße Haus“ an der Elbchaussee 359 sowie das Richard-Dehmel-Haus in Blankenese. Sie gehörten dem verstorbenen Investmentbanker Claus Großner. Jetzt ist klar:Die Villa wird verkauft, das Dehmel-Haus wird als Begegnungsstätte saniert. Darüberhinaus wird eine Stiftung gegründet, die den Nachlass Großners für kulturelle Zwecke einsetzen wird.
Die Großner-Villa liegt auf der „Butterseite“ der Elbchaussee, hat 500 Quadratmeter Wohnfläche und steht auf einem 4.500 Quadratmeter großen Grundstück gehört. Ihr Verkauf soll über sechs Millionen bringen.
Der Erlös aus dem Hausverkauf abzüglich aller ausstehenden Verbindlichkeiten wird in die Stiftung fließen - wahrscheinlich zwei bis drei Millionen Euro.
Mit Geld aus der Stiftung soll das Richard-Dehmel-Haus erst einmal umfangreich saniert und dann als Museum und Begegnungsstätte geöffnet werden. Es gibt auch Überlegungen, den ersten Stock des Hauses als Wohnraum zu vermieten. So könnte der Betrieb der Begegnungsstätte mitfinanziert werden.
In dem Haus, das der Schriftsteller Dehmel im Jahre 1912 kaufte, traf sich die Bohème der 20er Jahre. Der Salon mit seinen Jugendstilmöbeln ist noch heute erhalten, weshalb das Gebäude unter Denkmalschutz steht.Von außen sieht das Haus eher unscheinbar aus:Es ist verbarrikadiert, Holzplatten vor den Fenstern sichern das Inventar.
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